Dana (Großzügigkeit, Geben)
Dana (Generosity, Giving)
Dāna
दान
Dana bedeutet „Geben“ — früher auch als Almosengabe übersetzt.
Dana bedeutet „Geben“ — früher auch als Almosengabe übersetzt. Es beschränkt sich nicht auf Güter oder Geld, sondern umfasst jedes Teilen dessen, was man hat: Zeit, Können, Wissen, Aufmerksamkeit. Im Kern des Wortes liegt eine Sicht, die Fülle nicht als Menge des Besitzes versteht, sondern als etwas, das in Bewegung gehalten wird.
Dana zählt zu den ältesten Tugenden der indischen Tradition und gilt als der rechte Umgang mit Wohlstand (Artha). Dem Geben werden Stufen zugeschrieben: die Gabe von Gütern, die Gabe des Wissens (Jñāna-Dāna) und die Gabe der Furchtlosigkeit (Abhaya-Dāna), je eine tiefer als die vorige. Vollständig wird die Gabe erst, wenn sie so gereicht wird, dass sie die Empfangenden nicht herabsetzt.
Im Yoga zeigt sie sich in kleinen alltäglichen Handlungen — den Platz überlassen, den Raum herrichten, das eigene Wissen ohne Zurückhaltung weitergeben. Am Ende einer Stunde wird sie mitunter so angeleitet, dass die gewonnene Stille für einen anderen Menschen losgelassen wird.
Vermitteln Sie, dass Geben kein Geschäft werden darf — sobald Gegenleistung oder Dank erwartet wird, wird daraus ein Tausch. Zeigen Sie ebenso, dass auch das Empfangen zur selben Praxis gehört. Wer nicht empfangen kann, kann auf Dauer auch nicht weitergeben.
