Yoga Begriffe & Sanskrit: 324 Definitionen, 604 Wort-Index | YOGA-GLOSSAR, YOGINI STYLE LEXIKON

YOGA-GLOSSAR, YOGINI STYLE™ LEXIKON 3-Bände-Set - Professionelles Yoga-Glossar und Wörterbuch

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324 Begriffe. 3 Bände. Ein vollständiges System.
Der professionelle Kompass durch KÖRPER, ENERGIE und GEIST.

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YOGINI STYLE LEXIKON

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  • 5-teilige Eintragsstruktur: Bedeutung, Hintergrund, Praxis, Unterrichtshinweise, verwandte Begriffe
  • Einzigartiges ID-System (YGYL001-324)
  • Dreisprachig: Deutsch, Sanskrit, Englisch


Für wen dieses Werk bestimmt ist

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YOGINI STYLE LEXIKON: Index von 324 Yoga-Begriffen

YOGINI STYLE LEXIKON Gesamtindex

Klicken Sie unten, um das Mandala der 324 Begriffe zu erkunden.

▼ Band 1 KÖRPER: Die Erzählung des Körpers (108 Begriffe)

1. Sitzende Asanas

  • YGYL001 Lotussitz | Padmāsana (पद्मासन)

    Padmāsana setzt sich aus „Padma“ (Lotusblume) und „Āsana“ (Haltung/Sitz) zusammen. Es bezeichnet eine Sitzhaltung, die Körper und Geist zur Ruhe führt, ähnlich einer Lotusblume, die anmutig aus dem Schlamm erblüht.

  • YGYL002 Leichte Haltung / Schneidersitz | Sukhāsana (सुखासन)

    Sukhāsana setzt sich aus „Sukha“ (Komfort, Freude) und „Āsana“ (Haltung/Sitz) zusammen. Es bedeutet wörtlich „bequeme Sitzhaltung“ und dient als Grundlage für längeres Sitzen, wie bei Meditation, Atemübungen oder beim Lesen.

  • YGYL003 Stockhaltung | Daṇḍāsana (दण्डासन)

    Daṇḍāsana setzt sich aus „Daṇḍa“ (Stock, Stab) und „Āsana“ (Haltung/Sitz) zusammen. Es bezeichnet eine stabile Haltung, bei der die Wirbelsäule gerade gehalten und die Beine nach vorne gestreckt werden, was an einen stabilen Stock erinnert.

  • YGYL004 Heldenhaltung | Vīrāsana (वीरासन)

    Vīrāsana setzt sich aus „Vīra“ (Held, Mutiger) und „Āsana“ (Haltung/Sitz) zusammen. Es bezeichnet eine Sitzhaltung, die einen starken und stabilen Geist kultiviert, wie den eines Helden. Sie verbessert die Flexibilität der Beine und eignet sich für die Meditation.

  • YGYL005 Kuhgesichtshaltung | Gomukhāsana (गोमुखासन)

    Gomukhāsana setzt sich aus „Go“ (Kuh), „Mukha“ (Gesicht) und „Āsana“ (Haltung/Sitz) zusammen. Benannt nach der Art, wie die verschlungenen Beine der Form eines Kuhgesichts ähneln, verbessert diese Haltung gleichzeitig die Flexibilität der Hüft- und Schultergelenke.

  • YGYL006 Haltung des Vollendeten | Siddhāsana (सिद्धासन)

    Siddhāsana setzt sich aus „Siddha“ (vollendet, perfekt) und „Āsana“ (Haltung/Sitz) zusammen. Es gilt als eine der geeignetsten Haltungen für die Meditation und soll den Weg zur spirituellen Vollendung und Erleuchtung unterstützen.

  • YGYL007 Halber Lotussitz | Ardha Padmāsana (अर्ध पद्मासन)

    Ardha Padmāsana setzt sich aus „Ardha“ (halb) und „Padmāsana“ (Lotussitz) zusammen. Es bezeichnet die halbe Form des Lotussitzes, bei der nur ein Fuß auf den gegenüberliegenden Oberschenkel gelegt wird. Es wird häufig als Alternative verwendet, wenn der volle Lotussitz eine Herausforderung darstellt.

  • YGYL008 Gebundener Winkel / Schmetterling | Baddhakonāsana (बद्धकोणासन)

    Baddhakonāsana setzt sich aus „Baddha“ (gebunden, verbunden), „Koṇa“ (Winkel) und „Āsana“ (Haltung/Sitz) zusammen. Es bezeichnet eine Sitzhaltung, bei der die Fußsohlen aneinandergelegt und die Knie zu den Seiten geöffnet werden, was an einen Schmetterling erinnert, der seine Flügel öffnet.

  • YGYL009 Schildkrötenhaltung | Kūrmāsana (कूर्मासन)

    Kūrmāsana setzt sich aus „Kūrma“ (Schildkröte) und „Āsana“ (Haltung/Sitz) zusammen. Es bezeichnet eine anspruchsvolle Haltung, bei der sich der Körper wie eine Schildkröte, die sich in ihren Panzer zurückzieht, nach vorne beugt, was eine tiefe Vorbeuge und eine tiefgreifende Hüftöffnung beinhaltet.

  • YGYL010 Haltung des Marichi | Marīchyāsana (मरीच्यासन)

    Marīchyāsana ist nach dem altindischen Weisen Marichi benannt. Es ist eine sitzende Drehung, bei der ein Knie gebeugt und der Körper gedreht wird, um die Hände hinter dem Rücken zu verschränken. Sie stimuliert das Verdauungssystem und verbessert die Flexibilität der Wirbelsäule.

  • YGYL011 Diamantsitz / Fersensitz | Vajrāsana (वज्रासन)

    Vajrāsana setzt sich aus „Vajra“ (Donnerkeil, Diamant, stark) und „Āsana“ (Haltung/Sitz) zusammen. Es bedeutet eine starke und stabile Haltung und ist eines der wenigen Asanas, von denen angenommen wird, dass sie die Verdauung nach einer Mahlzeit unterstützen.

  • YGYL012 Sitzender Drehsitz | Ardha Matsyendrāsana (अर्ध मत्स्येन्द्रासन)

    Ardha Matsyendrāsana setzt sich aus „Ardha“ (halb), „Matsyendra“ (König der Fische, Name eines großen Yogis) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Auch als Halber Herr der Fische bekannt, ist es ein quintessentielles sitzendes Dreh-Asana.

2. Stehende Asanas

  • YGYL013 Berghaltung | Tāḍāsana (ताडासन)

    Tāḍāsana setzt sich aus „Tāḍa“ (Berg) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es bedeutet eine starke und stabile Haltung, wie ein Berg, der fest in der Erde verwurzelt ist und doch zum Himmel strebt. Es ist eine grundlegende Stehhaltung im Yoga.

  • YGYL014 Dreieckshaltung | Trikoṇāsana (त्रिकोणासन)

    Trikonāsana setzt sich aus „Tri“ (drei), „Koṇa“ (Winkel) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine Stehhaltung, bei der der Körper ein Dreieck bildet, was die seitliche Dehnung und Hüftöffnung vertieft.

  • YGYL015 Krieger I | Vīrabhadrāsana I (वीरभद्रासन I)

    Vīrabhadrāsana I ist nach Virabhadra benannt, einer wilden Inkarnation von Lord Shiva. Es symbolisiert Stärke, Mut und Fokus und stellt eine Haltung dar, die in der Erde verwurzelt ist und doch zum Himmel strebt.

  • YGYL016 Krieger II | Vīrabhadrāsana II (वीरभद्रासन II)

    Vīrabhadrāsana II ist eine Haltung, die den wilden Krieger Virabhadra darstellt, der sich auf den Kampf vorbereitet, gekennzeichnet durch eine kraftvolle, offene Haltung. Es vertieft die Hüft- und Schulteröffnung und kultiviert gleichzeitig Konzentration und Stabilität.

  • YGYL017 Krieger III | Vīrabhadrāsana III (वीरभद्रासन III)

    Vīrabhadrāsana III ist eine einbeinige Gleichgewichtshaltung, die an den Helden Virabhadra erinnert, der Pfeil und Bogen schwingt. Sie kultiviert gleichzeitig Ganzkörperstabilität, Konzentration und Kraft.

  • YGYL018 Halbmondhaltung | Ardha Chandrāsana (अर्ध चन्द्रासन)

    Ardha Chandrāsana setzt sich aus „Ardha“ (halb), „Chandra“ (Mond) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine schöne und ausgewogene Stehhaltung, wie ein Halbmond, der am Nachthimmel schwebt.

  • YGYL019 Stuhlhaltung | Utkaṭāsana (उत्कटासन)

    Utkaṭāsana setzt sich aus „Utkaṭa“ (wild, kraftvoll, schwierig) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine kraftvolle Stehhaltung, die den Unterkörper stärkt, als ob man auf einem unsichtbaren Stuhl in der Luft sitzt.

  • YGYL020 Adlerhaltung | Garudāsana (गरुडासन)

    Garudāsana ist nach Garuda benannt, dem heiligen Vogel der Hindu-Mythologie (Reittier von Lord Vishnu). Diese Haltung beinhaltet das Verschränken von Armen und Beinen, was Konzentration und Gleichgewicht verbessert und gleichzeitig die Gelenkflexibilität fördert.

  • YGYL021 Baumhaltung | Vṛkṣāsana (वृक्षासन)

    Vṛkṣāsana setzt sich aus „Vṛkṣa“ (Baum) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Wie ein Baum, der fest in der Erde verwurzelt ist und zum Himmel strebt, ist es eine Stehhaltung, die einen stabilen Geist und Gleichgewicht kultiviert.

  • YGYL022 Weitbeinige Vorwärtsbeuge | Prasārita Pādottanāsana (प्रसारित पादोत्तनासन)

    Prasārita Pādottanāsana setzt sich aus „Prasārita“ (ausgedehnt, gespreizt), „Pāda“ (Fuß), „Uttāna“ (intensiv gestreckt) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine Stehhaltung, bei der die Beine weit gespreizt sind und der Körper tief nach vorne gebeugt wird, was die Oberschenkelrückseite und die Oberschenkelinnenseiten tief dehnt.

  • YGYL023 Hand-zum-Fuß-Haltung | Padahastāsana (पादहस्तासन)

    Padahastāsana setzt sich aus „Pāda“ (Fuß), „Hasta“ (Hand) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine Stehhaltung, bei der die Hände die Zehen oder die gesamten Fußsohlen umfassen und der Körper tief nach vorne gebeugt wird, was die Oberschenkelrückseite und die gesamte Wirbelsäule dehnt.

  • YGYL024 Hoher Ausfallschritt

    Hoher Ausfallschritt ist eine Ausfallschritt-Haltung, bei der ein Bein weit nach hinten gestreckt und die Ferse des hinteren Fußes vom Boden abgehoben wird. Sie stärkt den Unterkörper, dehnt die Hüftbeuger und kultiviert die Stabilität der Körpermitte.

3. Vorbeugen & Rückbeugen

  • YGYL025 Sitzende Vorbeuge | Paścimottanāsana (पश्चिमोत्तनासन)

    Paścimottanāsana setzt sich aus „Paścima“ (Westen, Rückseite), „Uttāna“ (intensiv gestreckt) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine sitzende Haltung, bei der der Körper tief nach vorne gebeugt wird und hauptsächlich die gesamte Körperrückseite gedehnt wird.

  • YGYL026 Sitzende breitbeinige Vorbeuge | Upaviṣṭa Koṇāsana (उपविष्ट कोणासन)

    Upaviṣṭa Koṇāsana setzt sich aus „Upaviṣṭa“ (sitzend), „Koṇa“ (Winkel) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine Haltung, bei der die Beine im Sitzen weit zu den Seiten gespreizt werden und der Körper tief nach vorne gebeugt wird, was die Hüftgelenke, die Oberschenkelinnenseiten und die Oberschenkelrückseite dehnt.

  • YGYL027 Kopf-zum-Knie-Haltung | Jānu Śīrṣāsana (जानु शीर्षासन)

    Jānu Śīrṣāsana setzt sich aus „Jānu“ (Knie), „Śīrṣa“ (Kopf) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine sitzende Haltung, bei der ein Bein gestreckt und das andere Knie gebeugt ist, wobei der Kopf in einer Vorbeuge zum gestreckten Knie gezogen wird.

  • YGYL028 Kobra-Haltung | Bhujaṅgāsana (भुजंगासन)

    Bhujaṅgāsana setzt sich aus „Bhujaṅga“ (Kobra) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine Bauchlagen-Rückbeuge, bei der sich der Körper wie eine Kobra, die ihre Haube hebt, wölbt, was die Rückenmuskulatur stärkt und die Brust öffnet.

  • YGYL029 Bogenhaltung | Dhanurāsana (धनुरासन)

    Dhanurāsana setzt sich aus „Dhanu“ (Bogen) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine Bauchlagen-Rückbeuge, bei der sich der Körper wie ein gespannter Bogen wölbt, indem die Knöchel mit den Händen gefasst werden, was die allgemeine Flexibilität und Kraft verbessert.

  • YGYL030 Fischhaltung | Matsyāsana (मत्स्यासन)

    Matsyāsana setzt sich aus „Matsya” (Fisch) und „Āsana” (Haltung) zusammen. Es ist eine aktive Rückenlagen-Rückbeuge, die die Brust dramatisch hebt und öffnet — die schwebende, expansive Qualität eines Fisches evozierend, der sich frei durchs Wasser bewegt.

  • YGYL031 Kamelhaltung | Uṣṭrāsana (उष्ट्रासन)

    Uṣṭrāsana setzt sich aus „Uṣṭra“ (Kamel) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine tiefe Rückbeuge aus einer knienden Position, bei der sich der gesamte Körper wie ein Kamel wölbt und Brust und Hals weit geöffnet werden.

  • YGYL032 Radhaltung | Chakrāsana (चक्रासन)

    Chakrāsana setzt sich aus „Chakra“ (Rad, Kreis) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine fortgeschrittene Rückbeuge, bei der sich der gesamte Körper zu einem großen Kreis wölbt, der einem Rad ähnelt.

  • YGYL033 Taubenhaltung | Eka Pada Rājakapotāsana (एक पाद राजकपोतासन)

    Eka Pada Rājakapotāsana setzt sich aus „Eka” (eins), „Pāda” (Fuß/Bein), „Rāja” (König), „Kapota” (Taube) und „Āsana” (Haltung) zusammen. Es ist eine tiefe hüftöffnende Haltung, bei der ein Bein nach vorne mit gebeugtem Knie geführt wird, während das andere nach hinten gestreckt ist — die geerdet-brustoffene Haltung einer Königstaube evozierend.

  • YGYL034 Heraufschauender Hund | Ūrdhva Mukha Śvānāsana (ऊर्ध्व मुख श्वानासन)

    Ūrdhva Mukha Śvānāsana setzt sich aus „Ūrdhva“ (aufwärts), „Mukha“ (Gesicht), „Śvāna“ (Hund) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine kraftvolle brustöffnende Rückbeuge, die einem Hund ähnelt, der sich mit nach oben gerichtetem Gesicht streckt.

  • YGYL035 Umgekehrte Bretthaltung | Pūrvottanāsana (पूर्वोत्तनासन)

    Pūrvottanāsana setzt sich aus „Pūrva“ (Osten, Vorderseite), „Uttāna“ (intensiv gestreckt) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine Haltung, die die gesamte Vorderseite des Körpers stark dehnt und die Rückenmuskulatur und die Körpermitte stärkt.

  • YGYL036 Haltung des Kindes | Bālāsana (बालासन)

    Bālāsana setzt sich aus „Bāla“ (Kind, jung) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine Ruhehaltung, die Körper und Geist tief entspannt und einem friedlich zusammengerollten, schlafenden Kind ähnelt.

4. Drehungen, Gleichgewichts- & Umkehrhaltungen

  • YGYL037 Rumpfkraft

    Rumpfkraft bezeichnet die funktionale Stärke der tiefen Stabilisierungsmuskeln des Rumpfes — darunter der Musculus transversus abdominis, der Musculus multifidus, der Beckenboden und das Zwerchfell. Im Yoga bilden diese Muskeln das physische Fundament jedes Āsanas: ohne ihre koordinierte Aktivierung fehlt den Haltungen Stabilität, die Ausrichtung leidet, und das Verletzungsrisiko steigt.

  • YGYL038 Gedrehte Dreieckshaltung | Parivṛtta Trikoṇāsana (परिवृत्त त्रिकोणासन)

    Parivṛtta Trikoṇāsana setzt sich aus „Parivṛtta“ (gedreht, rotiert), „Trikoṇa“ (Dreieck) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine stehende Drehhaltung, die gleichzeitig eine tiefe Wirbelsäulendrehung und eine Dehnung der Oberschenkelrückseite bewirkt.

  • YGYL039 Seitliche Planke | Vasiṣṭhāsana (वसिष्ठासन)

    Vasiṣṭhāsana ist nach dem alten Weisen Vasistha benannt. Es ist eine Gleichgewichtshaltung, die die Rumpfmuskulatur stark kräftigt, bei der der gesamte Körper von einem Arm gestützt wird und eine gerade diagonale Linie bildet.

  • YGYL040 Krähenhaltung | Bakāsana (बकासन)

    Bakāsana setzt sich aus „Baka” (Kranich oder Reiher) und „Āsana” (Haltung) zusammen. Es ist eine Armbalance-Haltung, bei der der Körper vollständig auf den Händen gestützt wird, die Knie auf den Rückseiten der Oberarme ruhend — die ruhige, fokussierte Haltung eines Kranichs evozierend, der regungslos am Wasser steht. *Hinweis: Im allgemeinen Yoga-Sprachgebrauch werden „Krähenhaltung” und „Kranich-Haltung” oft gleichbedeutend für Bakāsana verwendet. Streng genommen bezeichnet Kākāsana (Krähenhaltung, von Kāka, Krähe) die Variante mit gebeugten Armen, bei der die Knie tiefer an den Armen ruhen, während Bakāsana (Kranich-Haltung) die Variante mit gestreckten Armen bezeichnet. In den meisten zeitgenössischen Klassen wird Bakāsana als „Krähe” unterrichtet und angewiesen — beide Namen sind weit verbreitet und akzeptiert.*

  • YGYL041 Kopfstand | Śīrṣāsana (शीर्षासन)

    Śīrṣāsana setzt sich aus „Śīrṣa“ (Kopf) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Auch als „König der Asanas“ bekannt, ist es eine Umkehrhaltung, bei der der Körper auf dem Kopf balanciert und von Kopf und Armen gestützt wird.

  • YGYL042 Schulterstand | Sarvāṅgāsana (सर्वाङ्गासन)

    Sarvāṅgāsana setzt sich aus „Sarva“ (alle, ganz), „Aṅga“ (Glied, Teil) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Übersetzt als „Haltung aller Glieder“ und auch als „Königin der Asanas“ bekannt, ist es eine Umkehrhaltung.

  • YGYL043 Pflug-Haltung | Halāsana (हलासन)

    Halāsana setzt sich aus „Hala“ (Pflug) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Wie ein landwirtschaftlicher Pflug faltet diese Haltung den Körper mit über den Kopf gestreckten Beinen und kombiniert Elemente von Rückbeuge und Umkehrung.

  • YGYL044 Brückenhaltung | Setu Bandhāsana (सेतु बन्धासन)

    Setu Bandhāsana setzt sich aus „Setu“ (Brücke), „Bandha“ (binden, verschließen) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine Rückbeuge, bei der der Körper einen Bogen wie eine Brücke bildet, was die Rückenmuskulatur und die Oberschenkelrückseite stärkt und gleichzeitig die Brust öffnet.

  • YGYL045 Umkehrhaltung | Viparīta Karaṇī (विपरीत करणी)

    Viparīta Karaṇī setzt sich aus „Viparīta“ (umgekehrt, verkehrt) und „Karaṇī“ (Handlung, Methode) zusammen und ist allgemein als „Umkehrhaltung“ bekannt. Es ist ein allgemeiner Begriff für Haltungen, bei denen der Kopf tiefer als das Herz positioniert ist, was durch die Umkehrung des Kreislaufs verschiedene Vorteile für Körper und Geist bringt.

  • YGYL046 Delphinhaltung | Ardha Piñcha Mayurāsana (अर्ध पिंच मयूरासन)

    Ardha Piñcha Mayurāsana setzt sich aus „Ardha“ (halb), „Piñcha“ (Feder), „Mayura“ (Pfau) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine vorbereitende Haltung für Umkehrhaltungen, bei der Ellbogen und Unterarme in den Boden gedrückt werden und der Körper eine umgekehrte „V“-Form bildet.

  • YGYL047 Dreifuß-Kopfstand

    Dreifuß-Kopfstand bezieht sich auf eine Variante des Kopfstands (Śīrṣāsana), bei der der Scheitel und beide Handflächen eine dreibeinige Basis bilden und die Beine zur Decke gestreckt werden.

  • YGYL048 Handstand an der Wand

    Handstand an der Wand bezieht sich auf das Üben des Handstands mit einer Wand als Stütze, bei dem der Körper umgekehrt und von den Händen getragen wird.

5. Rückenlagen & Entspannungshaltungen

  • YGYL049 Totenhaltung | Śavāsana (शवासन)

    Śavāsana setzt sich aus „Śava“ (Leiche, toter Körper) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine lebenswichtige Schlusshaltung im Yoga, bei der die Energie des Körpers vollständig freigesetzt wird, was zu tiefer körperlicher und geistiger Entspannung führt.

  • YGYL050 Windlösende Haltung | Pavanamuktāsana (पवनमुक्तासन)

    Pavanamuktāsana setzt sich aus „Pavan“ (Wind, Luft), „Mukta“ (befreien) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine Rückenlage, die hilft, eingeschlossenes Gas im Bauch freizusetzen und Verdauungsbeschwerden zu lindern.

  • YGYL051 Liegende Heldenhaltung | Supta Vīrāsana (सुप्त वीरासन)

    Supta Vīrāsana setzt sich aus „Supta“ (liegend, auf dem Rücken) und „Vīrāsana“ (Heldenhaltung) zusammen. Es ist eine tiefe Rückbeuge und Beinstreckung, bei der man sich aus der Heldenhaltung auf den Rücken legt.

  • YGYL052 Liegender gebundener Winkel | Supta Baddhakonāsana (सुप्त बद्धकोणासन)

    Supta Baddhakonāsana setzt sich aus „Supta“ (liegend, auf dem Rücken) und „Baddhakonāsana“ (Gebundener Winkel) zusammen. Es ist eine Haltung, bei der Sie auf dem Rücken liegen, die Fußsohlen aneinanderlegen und die Knie zu den Seiten öffnen, um die Hüftgelenke tief zu entspannen.

  • YGYL053 Liegende Fischhaltung | Supta Matsyāsana (सुप्त मत्स्यासन)

    Supta Matsyāsana setzt sich aus „Supta” (liegend, in Ruhe) und „Matsyāsana” (Fischhaltung) zusammen. Wo Matsyāsana aktiv und belebend ist, ist Supta Matsyāsana ihr restoratives Gegenstück — ein sanftes, gestütztes Öffnen von Brust und Hals, das Hingabe statt Anstrengung einlädt.

  • YGYL054 Krokodilhaltung | Makārāsana (मकारासन)

    Makārāsana setzt sich aus „Makara“ (Krokodil, Seeungeheuer) und „Āsana“ (Haltung/Pose) zusammen. Es ist eine Ruhehaltung, bei der Sie auf dem Bauch liegen und den gesamten Körper entspannen, als ob ein Krokodil auf der Wasseroberfläche treibt.

  • YGYL055 Augenübungen | Netra Vyāyāma (नेत्र व्यायाम)

    Netra Vyāyāma setzt sich aus „Netra“ (Auge) und „Vyāyāma“ (Übung, Praxis) zusammen. Es ist eine Yoga-Praxis, die bewusste Augenbewegungen beinhaltet, um Augenbelastung zu lindern und die Augenmuskeln zu stärken.

  • YGYL056 Konstruktive Ruhehaltung

    Konstruktive Ruhehaltung ist eine Rückenlage, bei der die Knie gebeugt sind, die Füße hüftbreit flach auf dem Boden stehen und die Knie aneinander lehnen. Sie ermöglicht es der Wirbelsäule, sich natürlich auszurichten und den Psoas-Muskeln, sich zu entspannen.

  • YGYL057 Yoga Nidra | Yoga Nidrā (योग निद्रा)

    Yoga Nidrā setzt sich aus „Yoga“ (Yoga) und „Nidrā“ (Schlaf) zusammen. Es bezeichnet eine Tiefenentspannungs- und Meditationstechnik, die oft als „yogischer Schlaf“ oder „bewusster Schlaf“ beschrieben wird, bei der sich der Körper in einem Zustand tiefer Ruhe befindet, während das Bewusstsein wach bleibt.

  • YGYL058 Restorative Yoga

    Restorative Yoga bezeichnet einen Yogastil, der zahlreiche Hilfsmittel (Stützen) verwendet, um Körper und Geist tief wiederherzustellen und zu entspannen, indem Posen für längere Zeit ohne Anstrengung gehalten werden.

  • YGYL059 Entspannung

    Entspannung (Relaxation) bezieht sich auf das Lösen von Spannungen und die Wiederherstellung geistiger Ruhe. Im Yoga bezeichnet es sowohl den Zustand des Seins als auch die Praktiken, die darauf abzielen, eine tiefgreifende körperlich-geistige Befreiung zu erreichen.

  • YGYL060 Cool Down / Abkühlung

    Cool Down bezieht sich auf die sanfte Phase einer Yogapraxis nach aktiven Asana-Sequenzen, die darauf abzielt, die Herzfrequenz allmählich zu senken und die Muskeln abzukühlen.

6. Bandhas (Energieverschlüsse)

  • YGYL061 Bandha (Energieverschluss) | Bandha (बन्ध)

    Bandha bedeutet auf Sanskrit „binden, fixieren oder verschließen“. Im Yoga bezieht es sich auf „Energieverschlüsse“ oder „Siegel“, die durch bewusstes Zusammenziehen und Aktivieren bestimmter Körperbereiche gebildet werden, um den Fluss von Prana (Lebensenergie) im Inneren zu kontrollieren und einzudämmen.

  • YGYL062 Mula Bandha (Wurzelverschluss) | Mūla Bandha (मूल बन्ध)

    Mūla Bandha setzt sich aus „Mūla“ (Wurzel, Ursprung) und „Bandha“ (Verschluss) zusammen. Es ist der „Wurzelverschluss“, der durch das Zusammenziehen des Perineums (Beckenbodenmuskulatur) erreicht wird, den abwärts gerichteten Fluss von Apana (absteigendes Prana) verhindert und die Energie nach oben lenkt.

  • YGYL063 Uddiyana Bandha (Bauchverschluss) | Uḍḍīyāna Bandha (उड्डीयान बन्ध)

    Uḍḍīyāna bedeutet „hochfliegen, hochheben“ und Bandha bedeutet „binden, verschließen“. Es ist ein Prana-(Lebensenergie)-Verschluss, der nach einer vollständigen Ausatmung durchgeführt wird, bei dem der Bauch nach innen und oben gezogen wird und das Zwerchfell in den Brustkorb hebt.

  • YGYL064 Jalandhara Bandha (Kehlverschluss) | Jālandhara Bandha (जालंधर बन्ध)

    Jālandhara bedeutet „das Netz haltend“ oder „das Gehirn haltend“ und Bandha bedeutet „binden, verschließen“. Es ist ein Prana-(Lebensenergie)-Verschluss, bei dem das Kinn zum Brustbein gezogen wird, was die Kehle verengt.

  • YGYL065 Maha Bandha (Großer Verschluss) | Mahā Bandha (महा बन्ध)

    Mahā bedeutet „groß” und Bandha bedeutet „Verschluss” oder „Siegel”. Mahā Bandha ist die gleichzeitige Aktivierung aller drei Haupt-Bandhas — Mūla Bandha (Wurzelverschluss), Uḍḍīyāna Bandha (Bauchverschluss) und Jālandhara Bandha (Kehlverschluss) — und schafft so ein vereintes Siegel über die gesamte Länge des Rumpfes.

  • YGYL066 Mudra der Einheit (Yoga Mudra) | Yoga Mudrā (योग मुद्रा)

    Yoga Mudrā ist eine meditative Haltung, die oft in einer sitzenden Position wie dem Lotussitz praktiziert wird, bei der sich der Praktizierende nach vorne beugt, um die Stirn auf den Boden zu bringen, was die Vereinigung des individuellen Bewusstseins mit dem universellen Bewusstsein symbolisiert.

  • YGYL067 Muskeln aktivieren

    „Aktivieren“ (Engage) bezieht sich auf das bewusste Aktivieren oder Zusammenziehen bestimmter Muskelgruppen im Yoga. Es wird verwendet, um die Ausrichtung der Asanas beizubehalten, die Stabilität zu verbessern und die Vorteile der Haltung zu maximieren.

  • YGYL068 Körpermitte / Rumpf

    „Körpermitte” (Core) bezeichnet im yogischen Kontext nicht nur das physische Zentrum des Körpers, sondern auch das energetische und subtile Zentrum, von dem aus sich die gesamte Praxis ausstrahlt. Es ist der Treffpunkt von physischer Stabilität und prānischer (Lebensenergie) Konzentration — der Ort, an dem äußerer und innerer Körper zusammenkommen.

  • YGYL069 Tanden (Unterbauch)

    Tanden ist ein Begriff aus der traditionellen japanischen Körperarbeit und der ostasiatischen Philosophie und bezieht sich auf ein Energiezentrum tief im Unterbauch, unterhalb des Nabels. Im Yoga kann es als das Bewusstsein für die tiefe Bauch-„Mitte“ oder als ein Punkt zwischen dem Muladhara- und dem Svadhisthana-Chakra verstanden werden.

  • YGYL070 Wurzel | Mūla (मूल)

    Mūla bedeutet auf Sanskrit „Wurzel, Ursprung, Grundlage“. Im Yoga wird es insbesondere verwendet, um sich auf die physische und energetische „Basis“ oder „Quelle“ zu beziehen, wie in Mula Bandha (Wurzelverschluss) oder Muladhara Chakra (Wurzelchakra).

  • YGYL071 Bhuta (Fünf Große Elemente) | Bhūta (भूत)

    Bhūta bedeutet auf Sanskrit „Element“, „Wesen“ oder „Existenz“. Es bezieht sich auf die fünf großen Elemente – Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther (Raum) –, die die gesamte Schöpfung, einschließlich des menschlichen Körpers, ausmachen.

  • YGYL072 Netz-haltend | Jālandhara (जालंधर)

    Jālandhara trägt im Sanskrit zwei miteinander verwobene Bedeutungen: „das Netz haltend” (von *jāla*, Netz, und *dhara*, haltend) — das Bild eines Netzes evozierend, das Prāṇa auffängt und zurückhält — und „Halter des Gehirnnetzwerks” — verweisend auf das komplexe Geflecht von Nāḍīs (Energiekanälen) und Nerven, die im Hals- und Halswirbelsäulenbereich zusammenlaufen. Das Wort selbst kartiert die innere Energieanatomie als lebendiges Netz, das am Hals gehalten und reguliert wird.

7. Mudras (Gesten & Siegel)

  • YGYL073 Mudra (Geste, Siegel) | Mudrā (मुद्रा)

    Mudrā bedeutet auf Sanskrit „Siegel, Abdruck oder Geste“. Im Yoga bezieht es sich auf symbolische Handgesten, Fingerpositionen oder spezifische Körperhaltungen, die verwendet werden, um den Fluss von Prana (Lebensenergie) in eine bestimmte Richtung zu lenken und das Bewusstsein zu fokussieren.

  • YGYL074 Chin Mudra (Geste des Bewusstseins) | Chin Mudrā (चिन् मुद्रा)

    Chin Mudrā, was „Siegel des Bewusstseins“ bedeutet, ist eine Handgeste, bei der sich die Spitzen von Daumen und Zeigefinger berühren, während die übrigen Finger gestreckt sind. Es symbolisiert die Lenkung des Bewusstseins nach innen und die Verbindung mit der Weisheit.

  • YGYL075 Gyan Mudra (Geste des Wissens) | Jñāna Mudrā (ज्ञान मुद्रा)

    Jñāna Mudrā setzt sich aus „Jñāna“ (Weisheit, Wissen) und „Mudrā“ (Siegel) zusammen. Es ist eine Handgeste, bei der sich die Spitzen von Daumen und Zeigefinger berühren, während die übrigen Finger gestreckt sind. Es symbolisiert Weisheit, Wissen und spirituelles Wachstum. Obwohl es in der Form dem Chin Mudra ähnelt, unterscheidet es sich dadurch, dass die Handfläche nach unten zeigt.

  • YGYL076 Tattva Mudra (Geste der Elemente) | Tattva Mudrā (तत्त्व मुद्रा)

    Tattva Mudrā ist eine Handgeste, die verwendet wird, um die fünf großen Elemente – Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther – im Körper auszugleichen. Es ist bekannt als die „Geste der Elemente“.

  • YGYL077 Hakini Mudra (Geste des Geistes) | Hākinī Mudrā (हाकिनी मुद्रा)

    Hākinī Mudrā ist eine Handgeste, bei der alle zehn Fingerspitzen zusammengeführt werden und beide Hände vor der Brust verbinden. Es ist als „Geste des Geistes“ bekannt, da angenommen wird, dass es die Gehirnfunktion und den Fokus verbessert.

  • YGYL078 Vayu Mudra (Wind-Geste) | Vāyu Mudrā (वायु मुद्रा)

    Vāyu Mudrā setzt sich aus „Vāyu“ (Wind, Luft) und „Mudrā“ (Siegel) zusammen. Es ist eine Handgeste, bei der der Zeigefinger an die Basis des Daumens gelegt wird und der Daumen sanft darauf drückt. Es zielt darauf ab, die übermäßige Bewegung von Wind (Vayu) im Körper zu beruhigen und das Gleichgewicht wiederherzustellen.

  • YGYL079 Surya Mudra (Sonnen-Geste) | Sūrya Mudrā (सूर्य मुद्रा)

    Sūrya Mudrā setzt sich aus „Sūrya“ (Sonne) und „Mudrā“ (Siegel) zusammen. Es ist eine Handgeste, bei der der Ringfinger an die Basis des Daumens gelegt wird und der Daumen sanft darauf drückt. Es zielt darauf ab, das Feuerelement (Agni) im Körper zu aktivieren und den Stoffwechsel anzukurbeln.

  • YGYL080 Vishnu Mudra (Geste der Einsicht) | Viṣṇu Mudrā (विष्णु मुद्रा)

    Viṣṇu Mudrā ist eine Handgeste, benannt nach Vishnu, der hinduistischen Gottheit der Erhaltung. Dabei werden Zeige- und Mittelfinger in die Handfläche gefaltet, während Daumen, Ringfinger und kleiner Finger ausgestreckt bleiben. Es wird hauptsächlich für die Wechselatmung (Nadi Shodhana) verwendet.

  • YGYL081 Prithvi Mudra (Erd-Geste) | Pṛthvī Mudrā (पृथ्वी मुद्रा)

    Pṛthvī Mudrā ist eine Handgeste, bei der sich die Spitze des Daumens und die Spitze des Ringfingers berühren, während die anderen Finger ausgestreckt bleiben. Es ist als „Erd-Geste“ oder „Geste der Erde“ bekannt.

  • YGYL082 Abhaya Mudra (Geste der Furchtlosigkeit) | Abhaya Mudrā (अभय मुद्रा)

    Abhaya Mudrā setzt sich aus „A“ (nicht-) und „Bhaya“ (Furcht) auf Sanskrit zusammen. Es ist eine Handgeste, bei der die Handfläche der rechten Hand nach vorne zeigt und die Finger nach oben ausgestreckt sind, was Furchtlosigkeit, Schutz und Frieden symbolisiert.

  • YGYL083 Dhyana Mudra (Meditations-Geste) | Dhyāna Mudrā (ध्यान मुद्रा)

    Dhyāna Mudrā setzt sich aus „Dhyāna“ (Meditation) und „Mudrā“ (Siegel) zusammen. Es ist eine übliche Handgeste, die während der Meditation verwendet wird, bei der beide Handflächen übereinandergelegt werden und sich die Spitzen der Daumen berühren. Es hilft bei tiefer Konzentration und dem Übergang in einen meditativen Zustand.

  • YGYL084 Vira Mudra (Helden-Geste) | Vīra Mudrā (वीर मुद्रा)

    Vīra Mudrā setzt sich aus „Vīra“ (Held, Mutiger) und „Mudrā“ (Siegel) zusammen. Seine Form kann je nach Tradition variieren, z. B. das Kreuzen beider Hände vor der Brust mit den Handflächen zueinander. Es zielt darauf ab, Mut und innere Stärke angesichts von Herausforderungen zu kultivieren.

8. Körperkomponenten & Bewegungen

  • YGYL085 Mittelachse

    Die Mittelachse (Central Axis) bezieht sich auf eine imaginäre vertikale Linie, die im Yoga durch die Mitte des Körpers verläuft. Diese Achse erstreckt sich vom Scheitel bis zum Perineum und ist grundlegend für die Stabilität der Haltungen, das Gleichgewicht und den Energiefluss.

  • YGYL086 Ausrichtung

    Ausrichtung (Alignment) bezieht sich auf die korrekte und effiziente Positionierung verschiedener Körperteile (Knochen, Gelenke, Muskeln usw.) im Yoga, um den Zweck und die Sicherheit der Haltung zu maximieren.

  • YGYL087 Erdung

    Erdung (Grounding) bezieht sich auf das Gefühl der Verbindung zur Erde durch die Kontaktpunkte des Körpers (Fußsohlen, Sitzbeinhöcker usw.), was im Yoga Stabilität und ein Gefühl der Sicherheit fördert.

  • YGYL088 Schwerpunkt

    Der Körperschwerpunkt (Center of Gravity) bezieht sich auf den zentralen Punkt des Körpergewichts im Yoga. Durch das Bewusstsein und die Kontrolle dieses Zentrums werden die Stabilität der Haltung, das Gleichgewicht und die Bewegungseffizienz verbessert.

  • YGYL089 Streckung / Extension

    Streckung (Extension) bezieht sich auf Bewegungen im Yoga, die den Winkel eines Gelenks öffnen und Körperteile in einer geraden Linie verlängern. Es zielt hauptsächlich darauf ab, die Wirbelsäule und die Gliedmaßen zu verlängern.

  • YGYL090 Beugung / Flexion

    Beugung (Flexion) bezieht sich auf Bewegungen im Yoga, die den Winkel eines Gelenks verkleinern und Körperteile falten. Es wird hauptsächlich in vorwärtsbeugenden Asanas verwendet.

  • YGYL091 Rotation / Drehung

    Rotation (Drehung) bezieht sich auf Bewegungen im Yoga, bei denen sich ein Teil des Körpers (Wirbelsäule, Schultergelenk, Hüftgelenk usw.) um eine Achse dreht.

  • YGYL092 Seitbeuge

    Seitbeuge (Lateral Bend) bezieht sich auf Bewegungen im Yoga, bei denen der Körper direkt seitlich gebeugt wird, was eine Streckung auf der einen und eine Kontraktion auf der gegenüberliegenden Seite beinhaltet.

  • YGYL093 Adduktion

    Adduktion bezieht sich auf Bewegungen im Yoga, bei denen ein Körperteil (hauptsächlich Beine oder Arme) zur Mittellinie des Körpers hingezogen wird.

  • YGYL094 Abduktion

    Abduktion bezieht sich auf Bewegungen im Yoga, bei denen ein Körperteil (hauptsächlich Beine oder Arme) von der Mittellinie des Körpers wegbewegt wird.

  • YGYL095 Prithvi (Erdelement) | Pṛthvī (पृथ्वी)

    Pṛthvī bedeutet auf Sanskrit „Erde“. Es repräsentiert das Element Erde, das durch Qualitäten wie Stabilität, Festigkeit und Erdung gekennzeichnet ist. Es ist das grundlegende Prinzip von Form und Struktur.

  • YGYL096 Außenrotation

    Außenrotation (External Rotation) bezieht sich auf Bewegungen im Yoga, bei denen sich ein Gelenk (insbesondere Hüft- oder Schultergelenke) nach außen dreht.

9. Philosophie & Sprache der Asana

  • YGYL097 Shishya (Jünger) | Śiṣya (शिष्य)

    Śiṣya bedeutet auf Sanskrit „Jünger“, „Schüler“ oder „einer, der diszipliniert ist“. Es bezieht sich auf einen engagierten Schüler, der Wissen und Lehren von einem Guru (Lehrer) erhält. Der Begriff impliziert nicht nur intellektuelles Lernen, sondern auch eine Verpflichtung, gemäß den Lehren zu leben und zu praktizieren.

  • YGYL098 Sanskrit (Heilige Sprache) | Saṃskṛtam (संस्कृतम्)

    Saṃskṛtam bedeutet auf Sanskrit „perfekt geformt“ oder „verfeinert“. Es ist eine alte indische Sprache, in der viele grundlegende Yoga-Texte wie die Veden, Upanishaden und Yoga-Sutras verfasst sind.

  • YGYL099 Hatha Yoga (Kraftvolles Yoga) | Haṭha Yoga (हठ योग)

    Haṭha Yoga setzt sich aus „Ha“ (Sonne), „Ṭha“ (Mond) und „Yoga“ (Vereinigung) zusammen. Es bezieht sich auf ein Yoga-System, das körperliche Praktiken (Haṭha, was „Kraft“ oder „willentliche Anstrengung“ bedeutet) verwendet, um Geist und Körper auszugleichen, mit dem Ziel, spirituelle Ziele zu erreichen.

  • YGYL100 Vinyasa (Fluss) | Vinyāsa (विन्यास)

    Vinyāsa setzt sich aus „Vi“ (auf eine besondere Weise, Ordnung) und „Nyāsa“ (platzieren) zusammen. Es bezieht sich auf einen Stil oder eine Praxis des Yoga, bei der Atem und Bewegung synchronisiert sind und nahtlos von einer Pose zur nächsten fließen.

  • YGYL101 Sequenz / Abfolge

    Sequenz ist ein englisches Wort, das „Abfolge“ oder „Reihenfolge“ bedeutet. Im Yoga bezieht es sich auf eine Reihe von Asanas (Posen) oder Atemtechniken, die nacheinander ausgeführt werden, basierend auf einem bestimmten Zweck oder Thema.

  • YGYL102 Sthira Sukham (Stabilität und Komfort) | Sthira Sukham (स्थिर सुखम्)

    Sthira Sukham ist ein Kernprinzip aus den Yoga-Sutras und bedeutet „Stabilität und Komfort“ oder „Festigkeit und Leichtigkeit“. Es bezieht sich auf den Zustand eines Asanas (Pose), der sowohl stabil als auch bequem sein sollte.

  • YGYL103 Stil / Richtung

    Stil ist ein englisches Wort, das „Art“ oder „Methode“ bedeutet. Im Yoga bezieht es sich auf eine Linie oder ein System, das durch spezifische Lehrmethoden, Philosophien oder Ansätze zur Asana-Praxis gekennzeichnet ist.

  • YGYL104 Linie / Tradition (Parampara) | Paramparā (परम्परा)

    Paramparā bedeutet auf Sanskrit „ununterbrochene Folge“ oder „Tradition“. Im Yoga bezieht es sich auf ein traditionelles System oder eine Schule, in der Wissen und Lehren ununterbrochen vom Guru (Lehrer) zum Shishya (Jünger) weitergegeben wurden.

  • YGYL105 Guru (Lehrer) | Guru (गुरु)

    Guru bedeutet auf Sanskrit „Lehrer“, „spiritueller Führer“ oder „derjenige, der die Dunkelheit vertreibt“. Der Begriff setzt sich aus „Gu“ (Dunkelheit) und „Ru“ (Licht) zusammen und symbolisiert einen Führer, der einen Schüler von der Unwissenheit zur Erleuchtung führt.

  • YGYL106 Hilfsmittel (Yoga Props)

    Props ist ein englisches Wort, das „Stützen“ oder „Zubehör“ bedeutet. Im Yoga ist es ein allgemeiner Begriff für Hilfsmittel, die verwendet werden, um Asanas (Posen) sicher zu vertiefen, die körperliche Belastung zu reduzieren oder das Bewusstsein auf bestimmte Empfindungen zu lenken. Gängige Beispiele sind Blöcke, Decken, Bolster, Gurte und Matten.

  • YGYL107 Shiva (Das erwachte Bewusstsein) | Śiva (शिव)

    Śiva bedeutet auf Sanskrit „der Glückverheißende“ oder „der Wohlwollende“. In einem yogischen Kontext repräsentiert Shiva reines, absolutes Bewusstsein und die ultimative, unveränderliche Realität. Es ist das passive, stille und männliche Prinzip des Universums.

  • YGYL108 Asana (Haltung) | Āsana (आसन)

    Āsana bedeutet auf Sanskrit „Sitz, Haltung oder Art zu sitzen“. Ursprünglich bezog es sich auf eine stabile und bequeme Sitzposition für die Meditation, aber im modernen Yoga wird es weithin verwendet, um körperliche Posen im Allgemeinen zu bezeichnen.

▼ Band 2 ENERGIE: Die Welle des Atems (108 Begriffe)

1. Pranayama: Atemtechniken

  • YGYL109 Pranayama (Atemkontrolle) | Prāṇāyāma (प्राणायाम)

    Prāṇāyāma setzt sich aus „Prāṇa“ (Lebensenergie, Atem) und „Āyāma“ (Kontrolle, Erweiterung) zusammen. Es bezieht sich auf alle Yoga-Atemtechniken, die den Atem bewusst kontrollieren und regulieren, um den Fluss von Prana (Lebensenergie) zu erweitern und zu steuern.

  • YGYL110 Prana (Lebensenergie) | Prāṇa (प्राण)

    Prāṇa bedeutet auf Sanskrit „Lebensenergie“ oder „Atem“. Es ist die grundlegende, vitale Energie, die alle Lebewesen belebt und das gesamte Universum durchdringt. Es ist die Brücke zwischen dem physischen und dem feinstofflichen Körper.

  • YGYL111 Einatmung | Pūraka (पूरक)

    Pūraka bedeutet auf Sanskrit „füllen, vervollständigen“ und bezieht sich in den Atemtechniken auf die „Einatmung“. Es wird als der Akt betrachtet, Prana (Lebensenergie) in den Körper zu ziehen.

  • YGYL112 Ausatmung | Recaka (रेचक)

    Recaka bedeutet auf Sanskrit „leeren, ausstoßen“ und bezieht sich in den Atemtechniken auf die „Ausatmung“. Es wird als der Akt betrachtet, Unreinheiten und stagnierende Energie aus dem Körper auszuscheiden.

  • YGYL113 Kumbhaka (Atemanhaltung) | Kumbhaka (कुम्भक)

    Kumbhaka bedeutet auf Sanskrit „Topf, Krug“ und bezieht sich in den Atemtechniken auf die „Atemanhaltung“. Dies umfasst das Anhalten des Atems nach der Einatmung (Antara Kumbhaka) und nach der Ausatmung (Bahya Kumbhaka).

  • YGYL114 Bauchatmung (Zwerchfellatmung)

    Bauchatmung bezieht sich auf eine tiefe, entspannte Atemtechnik, die hauptsächlich das Zwerchfell verwendet, bei der sich der Bauch bei der Einatmung ausdehnt und bei der Ausatmung zusammenzieht.

  • YGYL115 Brustatmung

    Brustatmung bezieht sich auf eine Atemtechnik, die hauptsächlich die Zwischenrippenmuskeln verwendet, bei der sich der Brustkorb bei der Einatmung ausdehnt und bei der Ausatmung zusammenzieht.

  • YGYL116 Vollständige Atmung (Vollständiger Yogi-Atem) | Mahat Yoga Prāṇāyāma (महत् योग प्राणायाम)

    Vollständige Atmung bezieht sich auf eine grundlegende Yoga-Atemtechnik, die Bauch-, Brust- und Schlüsselbeinatmung kombiniert, um tief und vollständig zu atmen und die gesamte Lungenkapazität zu nutzen.

  • YGYL117 Ujjayi-Atem (Siegreicher Atem) | Ujjāyī Prāṇāyāma (उज्जायी प्राणायाम)

    Ujjāyī bedeutet auf Sanskrit „siegreich, erobernd“. Es ist eine Atemtechnik, die durch eine leichte Verengung der hinteren Kehle ausgeführt wird, wodurch ein reibender Klang entsteht, auch als „siegreicher Atem“ bekannt.

  • YGYL118 Kapalabhati (Schädel-leuchtender Atem) | Kapālabhāti (कपालभाति)

    Kapālabhāti setzt sich aus „Kapāla“ (Schädel) und „Bhāti“ (leuchten, erhellen) zusammen. Es ist eine pumpenartige Atemtechnik, die durch kräftige, kurze Ausatmungen gekennzeichnet ist, wobei die Einatmungen natürlich erfolgen. Es ist auch als „Schädel-leuchtender Atem“ bekannt.

  • YGYL119 Nadi Shodhana (Wechselatmung) | Nāḍī Śodhana (नाडी शोधन)

    Nāḍī Śodhana setzt sich aus „Nāḍī“ (Energiekanal) und „Śodhana“ (Reinigung) zusammen. Es ist eine Pranayama-Technik (Atemtechnik), die durch abwechselndes Atmen durch das linke und rechte Nasenloch praktiziert wird und „Reinigung der Energiekanäle“ bedeutet.

  • YGYL120 Sheetali-Atem (Kühlender Atem) | Śītalī Prāṇāyāma (शीतली प्राणायाम)

    Śītalī bedeutet auf Sanskrit „kühlend, beruhigend“. Es ist eine Atemtechnik, bei der Luft durch eine gerollte Zunge (wie ein Strohhalm) eingeatmet und durch die Nase ausgeatmet wird, auch als „kühlender Atem“ bekannt.

2. Vayu: Winde des Lebens

  • YGYL121 Prana Vayu (Lebenswind) | Prāṇa Vāyu (प्राण वायु)

    Prāṇa Vāyu bedeutet auf Sanskrit „Lebenswind“ und ist einer der fünf Vayus (Strömungen der Lebensenergie). Es steuert speziell die Aufwärtsbewegung, die mit Funktionen wie Atmen, Schlucken und Empfangen (Aufnahme von Sinnesinformationen und Nahrung) zusammenhängt.

  • YGYL122 Apana Vayu (Abwärtswind) | Apāna Vāyu (अपान वायु)

    Apāna Vāyu bedeutet auf Sanskrit „abwärts bewegender Wind“ und ist einer der fünf Vayus (Strömungen der Lebensenergie). Es steuert speziell die Abwärtsbewegung, die mit Funktionen wie Ausscheidung, Geburt, Menstruation und dem Ausstoßen von Abfallstoffen zusammenhängt.

  • YGYL123 Vayu (Wind) | Vāyu (वायु)

    Vāyu bedeutet auf Sanskrit „Wind“ oder „Luft“. Es bezieht sich auf die Strömungen der Lebensenergie (Prana), die spezifische physiologische und geistige Funktionen im Körper steuern. Es gibt fünf Haupt-Vayus.

  • YGYL124 Jala (Wasser) | Jala (जल)

    Jala bedeutet auf Sanskrit „Wasser“. Es repräsentiert das Element Wasser, das durch Qualitäten wie Fluidität, Kohärenz und Fluss gekennzeichnet ist. Es ist das Prinzip der Verbindung und Schmierung.

  • YGYL125 Vyana Vayu (Ausbreitender Wind) | Vyāna Vāyu (व्यान वायु)

    Vyāna Vāyu bedeutet auf Sanskrit „ausbreitender Wind“ oder „durchdringender Wind“ und ist einer der fünf Vayus (Strömungen der Lebensenergie). Es steuert speziell Bewegungen, die sich vom Zentrum nach außen und im ganzen Körper ausbreiten und mit Zirkulation, Koordination und der gesamten körperlichen Integration zusammenhängen.

  • YGYL126 Nadi (Energiekanal) | Nāḍī (नाडी)

    Nāḍī bedeutet auf Sanskrit „Röhre, Leitung oder Kanal“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf feinstoffliche Energiebahnen, durch die Prana (Lebensenergie) fließt. Es wird gesagt, dass es zwischen 72.000 und mehreren Millionen Nadis im Körper gibt.

  • YGYL127 Ida Nadi (Mondkanal) | Iḍā Nāḍī (इडा नाडी)

    Iḍā bedeutet auf Sanskrit „Komfort“ oder „Erde“. Es ist einer der drei Haupt-Nadis (Ida, Pingala, Sushumna), der entlang der linken Seite der Wirbelsäule fließt und mit dem linken Nasenloch verbunden ist. Es regiert die Mondenergie (kühlend, empfänglich, weibliches Prinzip, Entspannung).

  • YGYL128 Pingala Nadi (Sonnenkanal) | Piṅgalā Nāḍī (पिङ्गला नाडी)

    Piṅgalā bedeutet auf Sanskrit „rötlich-braun“ oder „golden“. Es ist einer der drei Haupt-Nadis (Ida, Pingala, Sushumna), der entlang der rechten Seite der Wirbelsäule fließt und mit dem rechten Nasenloch verbunden ist. Es regiert die Sonnenenergie (Wärme, Aktivität, männliches Prinzip, Vitalität).

  • YGYL129 Sushumna Nadi (Zentraler Kanal) | Suṣumnā Nāḍī (सुषुम्णा नाडी)

    Suṣumnā Nāḍī bedeutet auf Sanskrit „sehr gnädig“ oder „höchst gütig“. Es ist einer der drei Haupt-Nadis, der durch die Mitte der Wirbelsäule fließt, wo Ida und Pingala letztendlich verschmelzen. Es ist der primäre Weg für den Aufstieg des Bewusstseins und das spirituelle Erwachen.

  • YGYL130 Chakra (Energiezentrum) | Cakra (चक्र)

    Cakra bedeutet auf Sanskrit „Rad“ oder „Scheibe“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf die Hauptenergiezentren im Körper, in denen Prana (Lebensenergie) eintreten, austreten und sich konzentrieren soll. Es wird gesagt, dass es sieben Hauptchakren entlang der Wirbelsäule gibt.

  • YGYL131 Kundalini (Aufgerollte Energie) | Kuṇḍalinī (कुण्डलिनी)

    Kuṇḍalinī bedeutet auf Sanskrit „die Aufgerollte“ oder „aufgerollte Schlange“. Es bezieht sich auf die schlafende kosmische Lebensenergie, von der angenommen wird, dass sie an der Basis der Wirbelsäule (Muladhara Chakra) aufgerollt ist.

  • YGYL132 Ashtanga | Aṣṭāṅga (अष्टाङ्ग)

    Ashtanga setzt sich aus „aṣṭa“ (acht) und „aṅga“ (Glied) zusammen und bedeutet „acht Glieder“. Es bezieht sich auf den achtfachen Pfad des Yoga, wie er in Patanjalis Yoga-Sutras beschrieben ist, und umreißt einen vollständigen philosophischen Rahmen für ein yogisches Leben.

3. Mudras und Bandhas

  • YGYL133 Mantra (Heilige Gesänge) | Mantra (मन्त्र)

    Mantra setzt sich auf Sanskrit aus „Man“ (Geist) und „Tra“ (Werkzeug oder Instrument) zusammen. Es ist ein heiliger Klang, ein Wort oder eine Phrase, die als Werkzeug verwendet wird, um den Geist zu fokussieren und eine spezifische Schwingung zu erzeugen.

  • YGYL134 Geste des Bewusstseins | Chin Mudrā (चिन् मुद्रा)

    Chin Mudrā bedeutet auf Sanskrit „Siegel des Bewusstseins“. Es ist ein Hand-Mudra, bei dem sich die Spitzen des Zeigefingers und des Daumens berühren, während die übrigen Finger ausgestreckt sind.

  • YGYL135 Spanda (Schwingung) | Spanda (स्पन्द)

    Spanda bedeutet auf Sanskrit „Schwingung“, „Pulsation“ oder „Pochen“. Es bezieht sich auf die grundlegende kreative Pulsation des Universums oder die subtile Schwingungsenergie, die jede Existenz ausmacht.

  • YGYL136 Prana Mudra (Lebenskraft-Geste) | Prāṇa Mudrā (प्राण मुद्रा)

    Prāṇa Mudrā setzt sich aus „Prāṇa“ (Lebensenergie) und „Mudrā“ (Siegel) zusammen. Es ist eine Handgeste, bei der sich die Spitzen von Daumen, Ringfinger und kleinem Finger berühren, während Zeige- und Mittelfinger ausgestreckt sind. Es zielt darauf ab, die Lebensenergie (Prana) zu aktivieren und die Vitalität zu steigern.

  • YGYL137 Apana Mudra (Reinigungs-Geste) | Apāna Mudrā (अपान मुद्रा)

    Apāna Mudrā setzt sich aus „Apāna“ (absteigendes Prana) und „Mudrā“ (Siegel) zusammen. Es ist eine Handgeste, bei der sich die Spitzen von Daumen, Mittelfinger und Ringfinger berühren, während Zeige- und kleiner Finger ausgestreckt sind. Es zielt darauf ab, Unreinheiten aus dem Körper zu entfernen und die Reinigung zu fördern.

  • YGYL138 Tejas (Innere Ausstrahlung) | Tejas (तेजस्)

    Tejas ist ein Sanskrit-Begriff, der „Feuer“ oder „Ausstrahlung“ bedeutet. Es repräsentiert den subtilen Aspekt von Agni (dem Verdauungsfeuer) und manifestiert sich als unsere „innere Brillanz“, „Vitalität“ und „geistige Klarheit“. Es ist das innere Licht, das unser Bewusstsein und unseren Zweck befeuert.

  • YGYL139 Ojas (Vitale Essenz) | Ojas (ओजस्)

    Ojas bedeutet auf Sanskrit „vitale Essenz“ oder „Lebensvitalität“. Es ist die subtilste Energie, die die Gesundheit von Körper und Geist, das Immunsystem, die geistige Stärke und einen Zustand der Glückseligkeit steuert. Es gilt als das ultimative Reservoir unserer Lebenskraft und spirituellen Stärke.

  • YGYL140 Tri Bandha (Drei Verschlüsse) | Tri Bandha (त्रि बन्ध)

    Tri bedeutet „drei” und Bandha bedeutet „Verschluss” oder „Siegel”. Tri Bandha ist das vereinte energetische Feld, das entsteht, wenn Mūla Bandha, Uḍḍīyāna Bandha und Jālandhara Bandha gemeinsam aktiviert werden — nicht als drei separate Handlungen in Folge, sondern als ein einziger, integrierter Bewusstseinsstrom, der durch die gesamte Achse des Körpers fließt.

  • YGYL141 Hasta Mudra (Hand-Geste) | Hasta Mudrā (हस्त मुद्रा)

    Hasta Mudrā setzt sich aus „Hasta“ (Hand) und „Mudrā“ (Siegel) zusammen. Es ist ein allgemeiner Begriff für Handgesten, bei denen spezifische Fingerplatzierungen und Handformen verwendet werden, um den Energiefluss zu regulieren und das Bewusstsein zu fokussieren.

  • YGYL142 Ahimsa Mudra (Geste der Gewaltlosigkeit) | Ahiṃsā Mudrā (अहिंसा मुद्रा)

    Ahiṃsā Mudrā setzt sich aus „Ahiṃsā“ (Gewaltlosigkeit) und „Mudrā“ (Siegel) zusammen. Es ist eine Geste, oft mit spezifischen Finger- und Handkonfigurationen, die je nach Linie variieren können, die dazu bestimmt ist, das Prinzip der Gewaltlosigkeit zu verkörpern und Frieden und Harmonie innerlich und äußerlich auszustrahlen.

  • YGYL143 Viparita Karani Mudra (Umkehrendes Siegel) | Viparīta Karaṇī Mudrā (विपरीत करणी मुद्रा)

    Viparīta Karaṇī Mudrā bedeutet auf Sanskrit „umkehrendes Siegel“. Es bezieht sich auf eine Praxis, den Fluss von Energie und Flüssigkeiten im Körper umzukehren. Obwohl es oft synonym mit der Haltung „Beine-an-die-Wand“ (Viparīta Karaṇī) verwendet wird, betont dieser Begriff den energetischen Versiegelungsaspekt der Praxis.

  • YGYL144 Geste der Zentrierung | Yoni Mudrā (योनि मुद्रा)

    Yoni Mudrā ist eine symbolische Geste, die den Mutterleib, die Quelle aller Schöpfung, darstellt. Es ist ein kraftvolles Werkzeug zur Förderung der Selbstbeobachtung und einer Rückkehr zur inneren Stille, indem es das Bewusstsein von der Außenwelt abwendet.

4. Shatkarmas (Reinigungstechniken)

  • YGYL145 Shatkarma (Sechs Handlungen) | Ṣaṭkarma (षट्कर्म)

    Ṣaṭkarma setzt sich aus „Ṣaṭ“ (sechs) und „Karma“ (Handlung, Tat) zusammen. Es bezieht sich auf sechs Hauptreinigungstechniken in der Hatha-Yoga-Tradition, die darauf abzielen, Geist und Körper zu reinigen und den Fluss von Prana (Lebensenergie) zu regulieren.

  • YGYL146 Neti (Nasenreinigung) | Netī (नेती)

    Netī bedeutet auf Sanskrit „Nasenreinigung“. Es ist eine Hatha-Yoga-Reinigungstechnik zur Säuberung der Nasenwege und zur Klärung des Atems. Es umfasst hauptsächlich „Jala Neti“ (Wasserreinigung) und „Sutra Neti“ (Fadenreinigung).

  • YGYL147 Jala Neti (Wasserreinigung) | Jala Netī (जल नेती)

    Jala Netī setzt sich aus „Jala“ (Wasser) und „Netī“ (Nasenreinigung) zusammen. Es ist eine Reinigungstechnik, bei der ein Neti-Kännchen und eine warme Salzlösung verwendet werden, um die Nasenwege zu reinigen, indem Wasser in ein Nasenloch gegossen und aus dem anderen wieder herausfließen gelassen wird.

  • YGYL148 Sutra Neti (Fadenreinigung) | Sūtra Netī (सूत्र नेती)

    Sūtra Netī setzt sich aus „Sūtra“ (Faden, Schnur) und „Netī“ (Nasenreinigung) zusammen. Es ist eine fortgeschrittene Reinigungstechnik, bei der ein dünner gewachster Baumwollfaden oder ein chirurgischer Katheter durch ein Nasenloch eingeführt und durch den Mund herausgezogen wird, um die Nasenwege zu reinigen.

  • YGYL149 Drishti (Blickpunkt) | Dṛṣṭi (दृष्टि)

    Dṛṣṭi bedeutet auf Sanskrit „Blick“, „fester Blick“ oder „Sehen“. Im Yoga bezieht es sich auf einen spezifischen Fokuspunkt oder Blick, der während Asanas (Posen) oder Meditation bewusst beibehalten wird.

  • YGYL150 Tattva Shuddhi (Element-Reinigung) | Tattva Śuddhi (तत्त्व शुद्धि)

    Tattva Śuddhi bedeutet auf Sanskrit „Reinigung der Elemente“. Es ist eine fortgeschrittene Reinigungstechnik, die darauf abzielt, die fünf großen Elemente (Bhutas) zu reinigen, die den Körper und den Geist ausmachen.

  • YGYL151 Dhauti (Innere Reinigung) | Dhauti (धौति)

    Dhauti bedeutet auf Sanskrit „Waschen“ oder „Reinigen“. Es ist eine der Shatkarmas (Reinigungstechniken), eine Reinigungsmethode zur Säuberung des Verdauungstrakts (insbesondere der Speiseröhre und des Magens) und zur Entfernung von Giftstoffen aus dem Körper.

  • YGYL152 Basti (Darmreinigung) | Basti (बस्ति)

    Basti bedeutet auf Sanskrit „Blase“ oder „Darmreinigung“. Es ist eine der Shatkarmas (Reinigungstechniken), eine Reinigungsmethode zur Säuberung des Dickdarms und zum Ausstoßen von Abfall und Giftstoffen aus dem Körper. Es ähnelt modernen Einläufen.

  • YGYL153 Reinigender Atem | Kapālabhāti (कपालभाति)

    Kapālabhāti, was „Schädel-leuchtender Atem“ bedeutet, ist eine pumpenartige Atemtechnik, die durch kräftige, kurze Ausatmungen und natürliche Einatmungen gekennzeichnet ist. Diese Praxis wird auch als Reinigungstechnik (Shatkarma) klassifiziert.

  • YGYL154 Nauli (Bauchrollen) | Nauli (नौलि)

    Nauli leitet sich von einem Sanskrit-Wort ab, das „ein Boot rollen“ bedeutet. Es ist eine fortgeschrittene Shatkarma (Reinigungstechnik), die das Isolieren und Manipulieren der geraden Bauchmuskeln beinhaltet, um den gesamten Bauch in einer wellenartigen Bewegung zu rollen und zu massieren.

  • YGYL155 Kriya (Reinigungshandlung) | Kriyā (क्रिया)

    Kriyā bedeutet auf Sanskrit „Handlung, Tat oder Reinigungsakt“. Im Yoga bezieht es sich auf einen allgemeinen Begriff für spezifische Techniken und Praktiken, die darauf abzielen, Geist und Körper zu reinigen und Energiekanäle zu säubern. Shatkarma (die sechs Reinigungstechniken) ist eine Art von Kriya.

  • YGYL156 Verdauungsfeuer | Agni (अग्नि)

    Agni bedeutet auf Sanskrit „Feuer“. Im Ayurveda bezieht es sich auf das „Verdauungsfeuer“, das Nahrung, Informationen und Emotionen verstoffwechselt und in Energie umwandelt.

5. Diät und Ernährung

  • YGYL157 Ayurveda | Āyurveda (आयुर्वेद)

    Āyurveda setzt sich aus „Āyus“ (Leben, Langlebigkeit) und „Veda“ (Wissen, Wissenschaft) zusammen. Es ist ein traditionelles Medizinsystem aus Indien, eine ganzheitliche Lebenswissenschaft, die darauf abzielt, die Gesundheit von Körper und Geist und die Langlebigkeit zu fördern.

  • YGYL158 Dosha (Konstitutionstyp) | Doṣa (दोष)

    Doṣa bedeutet auf Sanskrit „Fehler“ oder „Ungleichgewicht“, bezieht sich aber im Ayurveda auf die drei Lebensenergien (Vata, Pitta, Kapha), die die körperlich-geistigen Eigenschaften eines Individuums bestimmen.

  • YGYL159 Vata (Luft und Äther) | Vāta (वात)

    Vāta bedeutet auf Sanskrit „Wind“ oder „das, was sich bewegt“. Es ist eines der drei Doshas im Ayurveda, zusammengesetzt aus den Elementen Äther und Luft. Es regiert Bewegung, Veränderung, Kreativität und das Nervensystem.

  • YGYL160 Pitta (Feuer und Wasser) | Pitta (पित्त)

    Pitta bedeutet auf Sanskrit „Hitze“ oder „Galle“. Es ist eines der drei Doshas im Ayurveda, zusammengesetzt aus den Elementen Feuer und Wasser. Es regiert den Stoffwechsel, die Verdauung, die Transformation und die Intelligenz.

  • YGYL161 Kapha (Wasser und Erde) | Kapha (कफ)

    Kapha bedeutet auf Sanskrit „Schleim“ oder „das, was bindet“. Es ist eines der drei Doshas im Ayurveda, zusammengesetzt aus den Elementen Wasser und Erde. Es regiert Struktur, Stabilität, Schmierung und Immunität.

  • YGYL162 Sattva (Reinheit, Güte) | Sattva (सत्त्व)

    Sattva bedeutet auf Sanskrit „Reinheit”, „Güte” oder „Licht”. Es ist eine der drei Guṇas — die grundlegenden Qualitäten, die die gesamte Natur in der Sāṃkhya-Philosophie durchdringen. In der praktischen Erfahrung ist Sattva die Qualität, die sich als Klarheit, Leichtigkeit, Harmonie und Mühelosigkeit manifestiert — das innere Gespür von Wohlbefinden, Sauberkeit und Ausrichtung von innen.

  • YGYL163 Rajas (Aktivität, Leidenschaft) | Rajas (रजस्)

    Rajas bedeutet auf Sanskrit „Aktivität“, „Leidenschaft“ oder „Bewegung“. Es ist eine der drei Gunas (Qualitäten) in der Samkhya-Philosophie und bezieht sich auf Qualitäten, die mit Handlung, Veränderung, Aufregung und Verlangen verbunden sind.

  • YGYL164 Tamas (Trägheit, Dunkelheit) | Tamas (तमस्)

    Tamas bedeutet auf Sanskrit „Inaktivität“, „Dunkelheit“ oder „Schwere“. Es ist eine der drei Gunas (Qualitäten) in der Samkhya-Philosophie und bezieht sich auf Qualitäten, die mit Stagnation, Lethargie, Unwissenheit und Gewicht verbunden sind.

  • YGYL165 Pranische Nahrung (Lebensspendende Nahrung)

    Pranische Nahrung bezieht sich auf Lebensmittel, die „Prana (Lebensenergie) geben“. Es bezeichnet frische, vitale und natürliche Lebensmittel.

  • YGYL166 Ama (Giftstoffe) | Āma (आम)

    Āma bedeutet auf Sanskrit „unverdaut“ oder „unreif“. Im Ayurveda bezieht es sich auf unverdauten Giftstoffe und Abfallprodukte, die sich aufgrund unsachgemäßer Verdauung oder Stoffwechsels im Körper ansammeln.

  • YGYL167 Fasten | Upavāsa (उपवास)

    Upavāsa bedeutet auf Sanskrit „nahe sitzen, sich dem Heiligen nähern“. Es bezieht sich auf den Verzicht auf Nahrung für einen bestimmten Zeitraum. Im Yoga und Ayurveda wird es nicht nur zur körperlichen Reinigung praktiziert, sondern auch zur Steigerung der geistigen Konzentration und Selbstdisziplin.

  • YGYL168 Makrobiotik

    Makrobiotik setzt sich aus „Makro“ (groß, lang) und „Bios“ (Leben) zusammen. Es bezieht sich auf einen traditionellen Ernährungs- und Lebensstilansatz, der auf der ostasiatischen Yin-Yang-Philosophie basiert und sich hauptsächlich auf Vollkornprodukte, Gemüse und Meeresalgen konzentriert.

6. Meditation und Geisteszustände

  • YGYL169 Meditation | Dhyāna (ध्यान)

    Dhyāna bedeutet auf Sanskrit „Kontemplation“, „Konzentration“ oder „Meditation“. Es bezieht sich auf die Praxis, den Geist auf einen einzigen Punkt zu konzentrieren, die Schwankungen der Gedanken zu beruhigen und innere Stille und Klarheit zu erlangen.

  • YGYL170 Dharana (Yogische Konzentrationstechnik) | Dhāraṇā (धारणा)

    Dhāraṇā bedeutet auf Sanskrit „halten“, „Konzentration“ oder „fixieren“. Es ist eine yogische Technik, den Geist auf ein einziges Objekt oder eine Idee zu fokussieren und diesen Fokus mit Stabilität aufrechtzuerhalten. Als eines der Acht Glieder des Yoga bezieht es sich speziell auf die disziplinierte Praxis der geistigen Fixierung.

  • YGYL171 Samadhi (Erleuchtung, Einheit) | Samādhi (समाधि)

    Samādhi bedeutet auf Sanskrit „Vereinigung”, „Integration” oder „Zusammenfügen”. Es ist das achte und letzte Glied von Patañjalis Aṣṭāṅga Yoga — das ultimative Ziel des yogischen Weges, wo der Praktizierende, der Akt der Meditation und das Meditationsobjekt in ein einziges, ungeteiltes Gewahrsein auflösen. Die Grenze zwischen Selbst und Universum hört auf, wahrgenommen zu werden.

  • YGYL172 Achtsamkeit | Smṛti (स्मृति)

    Smṛti bedeutet auf Sanskrit „Erinnerung”, „Rückbesinnung” oder „das, woran erinnert wird”. Im Kontext der Yoga- und kontemplativen Praxis ist es zur Bezeichnung der Qualität anhaltenden Gewahrseins des gegenwärtigen Moments geworden — die Fähigkeit, immer wieder zu erinnern, zu dem zurückzukehren, was gerade wirklich geschieht. *Hinweis: Die direktere Sanskrit-Pāli-Wurzel von „Achtsamkeit” als modernem Konzept ist Sati (Pāli: सति) — der Begriff, der in der buddhistischen Vipassanā-Tradition verwendet wird, um bloße, nicht-reaktive Aufmerksamkeit auf die gegenwärtige Erfahrung zu bezeichnen. Smṛti ist sein Sanskrit-Pendant mit der zusätzlichen Nuance von Erinnerung und treuer Rückbesinnung. Beide Begriffe beleuchten unterschiedliche Facetten derselben wesentlichen Qualität.*

  • YGYL173 Vipassana (Einsichtsmeditation) | Vipaśyanā (विपश्यना)

    Vipaśyanā bedeutet auf Sanskrit „Einsicht“ oder „die Dinge sehen, wie sie sind“ (abgeleitet von Pālis Vipassanā). Es ist eine buddhistische Meditationstechnik, die darauf abzielt, Einsicht in die wahre Natur der Phänomene zu gewinnen und Befreiung vom Leiden zu erlangen, indem körperliche Empfindungen und geistige Aktivitäten objektiv beobachtet werden.

  • YGYL174 Om (Uranfänglicher Klang) | Oṃ (ॐ)

    Oṃ ist der uranfängliche Klang des Universums, der die ultimative Realität und die Quelle aller Schöpfung darstellt. Es wird als der Klang der Existenz selbst betrachtet.

  • YGYL175 Gleichmut | Upekṣā (उपेक्षा)

    Upekṣā bedeutet auf Sanskrit „Gleichmut“, „Gleichgültigkeit“ oder „Unparteilichkeit“. Es ist ein Geisteszustand, der von äußeren Umständen oder emotionalen Schwankungen (wie Freude oder Trauer, Lob oder Tadel) unberührt bleibt und inneren Frieden und Gleichgewicht bewahrt.

  • YGYL176 Gedanke | Vṛtti (वृत्ति)

    Vṛtti bedeutet auf Sanskrit „Umdrehung“, „Welle“ oder „geistige Modifikation“. In Patanjalis Yoga-Sutras bezieht es sich auf alle geistigen Schwankungen, die auf der Oberfläche des Geistes entstehen, einschließlich Gedanken, Emotionen, Erinnerungen und Wahrnehmungen.

  • YGYL177 Bewusstsein | Cit (चित्) / Citta (चित्त)

    Cit bedeutet auf Sanskrit „reines Bewusstsein“ oder „Intelligenz“. Citta bedeutet „Geist“, „Gemüt“ oder „Bewusstseinsfeld“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf den grundlegenden Aspekt der Existenz, das universelle Bewusstsein, das allen Erfahrungen zugrunde liegt.

  • YGYL178 Unterbewusstsein (Samskara/Vasana) | Saṃskāra (संस्कार) / Vāsanā (वासना)

    Saṃskāra bedeutet „Eindruck, latente Tendenz“ und Vāsanā bedeutet „latentes Verlangen, Neigung“ auf Sanskrit. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf den tieferen Teil des Geistes, der durch vergangene Erfahrungen, Gedanken und Handlungen gebildet wird und unser Verhalten und unsere Emotionen beeinflusst, ohne bewusst präsent zu sein.

  • YGYL179 Zeugenbewusstsein | Sākṣī (साक्षी)

    Sākṣī bedeutet auf Sanskrit „Zeuge“. Es bezieht sich auf den Aspekt des reinen Bewusstseins, der Gedanken, Emotionen und Handlungen passiv beobachtet, ohne sich daran zu beteiligen.

  • YGYL180 Gefühl der Trennung | Dvaita (द्वैत) / Bheda (भेद)

    Dvaita bedeutet „Dualität, Zwei-Sein“ und Bheda bedeutet „Trennung, Unterscheidung“ auf Sanskrit. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf die Wahrnehmung, dass man selbst von anderen, dem Universum oder dass Geist und Materie getrennt sind.

7. Spirituelle Erkundung und Selbstverwirklichung

  • YGYL181 Erleuchtung | Mokṣa (मोक्ष)

    Erleuchtung, auf Sanskrit als Mokṣa bezeichnet, verweist auf den Prozess und die fortschreitende Entfaltung der Befreiung — die schrittweise Erleuchtung dessen, was zuvor durch Unwissenheit, Konditionierung und die Illusion eines getrennten Selbst verdeckt war. Es ist kein einzelner Moment der Ankunft, sondern eine Vertiefung: Schicht für Schicht heben sich die Schleier, und was immer wahr war, wird zunehmend sichtbar.

  • YGYL182 Selbstverwirklichung | Ātma-jñāna (त्म-ज्ञान)

    Ātma-jñāna bedeutet auf Sanskrit „Erkenntnis des Ātman” oder „Verwirklichung des wahren Selbst” — von *Ātman* (das universelle Selbst, reines Bewusstsein) und *jñāna* (direktes Wissen). Selbstverwirklichung ist nicht die Ansammlung von Informationen über das Selbst, sondern die direkte, erfahrungsmäßige Erkenntnis dessen, was man grundlegend ist: Bewusstsein selbst, vor Körper, Geist, Gedanke und Identität.

  • YGYL183 Spirituell | Ādhyātmika (आध्यात्मिक)

    Ādhyātmika bedeutet auf Sanskrit „zum Selbst gehörig“ oder „spirituell“. Es bezieht sich auf den Bereich der inneren Erkundung, der materielle Aspekte transzendiert und die Verbindung zur Seele, zum Bewusstsein, zum Kosmos und zur tieferen Bedeutung der menschlichen Existenz umfasst.

  • YGYL184 Transformation des Bewusstseins | Citta Vṛtti Pariṇāma (चित्त वृत्ति परिणाम)

    Citta Vṛtti Pariṇāma bedeutet auf Sanskrit „Transformation der geistigen Modifikationen“ oder „Evolution des Bewusstseins“. Es bezieht sich auf den Prozess, durch den sich das Bewusstsein durch Yoga-Praxis zu einem höheren, reineren Zustand entwickelt und die Schwankungen oberflächlicher Gedanken und Emotionen transzendiert.

  • YGYL185 Höheres Bewusstsein (Turiya) | Turīya (तुरीय)

    Turīya bedeutet auf Sanskrit „der Vierte“. In der Yoga- und Vedanta-Philosophie bezieht es sich auf den „vierten Bewusstseinszustand“, der die drei gewöhnlichen Zustände Wachen, Träumen und Tiefschlaf transzendiert und reines Bewusstsein oder universelles Bewusstsein bezeichnet.

  • YGYL186 Kosmisches Bewusstsein (Brahman) | Brahman (ब्रह्मन्)

    Brahman bedeutet auf Sanskrit „Ausdehnung“ oder „Wachstum“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf die ultimative Realität oder das universelle Bewusstsein, das den Kosmos durchdringt und Zeit, Raum und Kausalität transzendiert.

  • YGYL187 Kosmische Energie

    Kosmische Energie bezieht sich auf die grundlegende, unsichtbare Energie, die das gesamte Universum durchdringt und alle Lebensaktivitäten und Phänomene aufrechterhält. Sie ist eng mit dem Yoga-Konzept von Prana (Lebensenergie) verwandt.

  • YGYL188 Schwingung (Spanda) | Spanda (स्पन्द)

    Spanda bedeutet auf Sanskrit „Schwingung“, „Pulsation“ oder „Pochen“. In der Yoga-Philosophie, insbesondere im Kaschmir-Shivaismus, bezieht es sich auf die grundlegende kreative Pulsation des Universums oder die subtile Schwingungsenergie, die jede Existenz ausmacht.

  • YGYL189 Mahasamadhi (Großes Samadhi) | Mahāsamādhi (महासमाधि)

    Mahāsamādhi setzt sich aus „Mahā“ (groß) und „Samādhi“ (Einheit) zusammen. Es bezieht sich auf den endgültigen Abschied eines Yoga-Heiligen oder eines erleuchteten Wesens, bei dem der physische Körper vollständig aufgegeben wird und das Bewusstsein vollständig mit dem universellen Bewusstsein verschmilzt.

  • YGYL190 Innere Erkundung | Antar Mārga (अन्तर मार्ग)

    Antar Mārga bedeutet auf Sanskrit „innerer Pfad“. Es bezieht sich auf den Prozess, das Bewusstsein nach innen zu richten, weg von der Außenwelt und materiellen Dingen, um die eigene wahre Natur, die Tiefen des Bewusstseins und die Verbindung zum Kosmos zu erforschen.

  • YGYL191 Selbstbewusstsein | Sva-jñāna (स्व-ज्ञान)

    Sva-jñāna bedeutet auf Sanskrit „Wissen über sich selbst” — von *Sva* (das eigene, persönlich) und *jñāna* (Wissen). Während Ātma-jñāna auf die ultimative Erkenntnis des universellen Selbst verweist, bezeichnet Sva-jñāna die fortlaufende, intime Praxis der Selbstbeobachtung: die Bereitschaft, die eigenen Gedanken, Emotionen, Muster, Reaktionen und Konditionierungen ehrlich anzuschauen — und sich dadurch klarer zu erkennen.

  • YGYL192 Erkundung | Anveṣaṇa (अन्वेषण)

    Anveṣaṇa bedeutet auf Sanskrit „Erkundung“, „Forschung“ oder „Streben“. Im Yoga bezieht es sich auf den Akt, das eigene innere Selbst, das Bewusstsein und die ultimative Wahrheit des Kosmos tief zu ergründen.

8. Yoga und modernes Leben

  • YGYL193 Stressreduktion

    Stressreduktion bezieht sich auf Methoden und Strategien zur Linderung der übermäßigen geistigen und körperlichen Belastung des modernen Lebens (Stress) und zur Wiederherstellung des Gleichgewichts von Körper und Geist durch Yogapraxis.

  • YGYL194 Schlafqualität

    Schlafqualität bezieht sich auf das Ausmaß der Erholung von Körper und Geist durch den Schlaf und umfasst nicht nur die Dauer, sondern auch das Tiefschlafgefühl, die Frische am Morgen und die Auswirkungen auf die Tagesaktivität.

  • YGYL195 Erholung von Müdigkeit

    Ermüdungserholung bezieht sich auf den Prozess der Linderung körperlicher und geistiger Müdigkeit und der Wiederherstellung der Vitalität. Yoga fördert eine effektive Erholung von Müdigkeit, indem es die Anspannung von Körper und Geist löst und Energie wieder auffüllt.

  • YGYL196 Hormonelles Gleichgewicht

    Hormonelles Gleichgewicht bezieht sich auf einen Zustand, in dem die Ausschüttung von Hormonen, die verschiedene physiologische Funktionen des Körpers regulieren, auf angemessenem Niveau und im richtigen Rhythmus gehalten wird.

  • YGYL197 Nervensystem

    Das Nervensystem bezieht sich auf das System aus Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven, das Körperfunktionen, Empfindungen, Gedanken und Emotionen steuert und reguliert. Yoga ist tief in der Beruhigung und dem Ausgleich des Nervensystems involviert.

  • YGYL198 Kreislaufsystem

    Das Kreislaufsystem bezieht sich auf das System aus Herz, Blutgefäßen und Blut, das Sauerstoff, Nährstoffe und Hormone im Körper transportiert und Abfallprodukte sammelt. Yoga aktiviert und fördert die Gesundheit dieses Systems.

  • YGYL199 Atmungssystem

    Das Atmungssystem bezieht sich auf die am Atmen beteiligten Organe (z. B. Nase, Rachen, Luftröhre, Lunge). Yoga betont die Verbesserung der Funktion und die Erhaltung der Gesundheit dieses Systems.

  • YGYL200 Autonomes Nervensystem

    Das autonome Nervensystem bezieht sich auf den Teil des Nervensystems, der unwillkürliche Körperfunktionen wie Herzfrequenz, Atmung, Verdauung und Körpertemperatur reguliert. Es besteht aus dem sympathischen und dem parasympathischen Nervensystem.

  • YGYL201 Alternative Medizin

    Alternative Medizin bezieht sich auf einen allgemeinen Begriff für verschiedene Ansätze und Praktiken, die sich von der westlichen Medizin unterscheiden und darauf abzielen, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln und vorzubeugen. Yoga und Ayurveda können weitgehend in diese Kategorie eingeordnet werden.

  • YGYL202 Ganzheitlich

    Ganzheitlich (Holistic) ist ein deutsches Wort, das „total“ oder „umfassend“ bedeutet. Im Yoga und Ayurveda bezieht es sich auf einen Ansatz, der den Menschen als integriertes Wesen betrachtet, bei dem Körper, Geist, Seele, Emotionen und Energie eng miteinander verbunden sind, und der Gesundheit und Wohlbefinden aus dieser Perspektive der Ganzheit anstrebt.

  • YGYL203 Sushumna | Suṣumṇā (सुषुम्णा)

    Sushumna ist der zentrale Energiekanal des feinstofflichen Körpers. Es ist der primäre Kanal, durch den die erwachte Kundalini-Energie aufsteigt und die unteren und höheren Chakren vereint. Dieser Kanal repräsentiert die Achse des inneren Lichts und Gleichgewichts und überbrückt die dualen Kräfte von Ida und Pingala.

  • YGYL204 Selbstfürsorge

    Selbstfürsorge (Self-care) bezieht sich darauf, sich bewusst um sich selbst zu kümmern und sich zu nähren, um die Gesundheit und das Glück von Körper und Geist zu erhalten. Es umfasst Handlungen und Gewohnheiten der Selbstverwaltung.

9. Umwelt und Ethik

  • YGYL205 Natur | Prakṛti (प्रकृति)

    Prakṛti bedeutet auf Sanskrit „Natur“, „Essenz“ oder „ursprüngliche Substanz“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf alle materiellen Aspekte, die im Universum existieren, d. h. die grundlegende Energie, die den Körper, den Geist, die Emotionen und die äußeren Phänomene zusammensetzt.

  • YGYL206 Umweltschutz

    Umweltschutz bezieht sich auf Aktivitäten und Initiativen, die darauf abzielen, die natürliche Umwelt und die Ökosysteme der Erde zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Er ist eng mit den ethischen Prinzipien des Yoga (Yama, Niyama) verbunden.

  • YGYL207 Inneres Feuer | Agni (अग्नि)

    Agni bedeutet auf Sanskrit „Feuer“. Es ist das heilige, transformative Feuer, das sowohl in der Außenwelt als auch in uns existiert. Es ist das „innere Feuer“ unserer Vitalität, Verdauung, unseres Stoffwechsels und Bewusstseins und die metaphorische Flamme, die Unreinheiten verbrennt und den spirituellen Fortschritt antreibt.

  • YGYL208 Tapas (Innere Hitze) | Tapaḥ (तपः)

    Tapas ist die disziplinierte Kultivierung innerer Hitze – eine anhaltende Intensität der Praxis, die Unreinheiten und Begrenzungen verbrennt. Es spiegelt die hingebungsvolle Anstrengung und Askese wider, die für transformative spirituelle Arbeit notwendig ist.

  • YGYL209 Uranfänglicher Klang | Nāda (नाद)

    Nāda ist der subtile, ewige Klang, der die grundlegende Schwingung des Universums ist. Es ist die Schwingungsessenz der Schöpfung selbst – die innere Musik, die in allen Wesen mitschwingt und sie mit dem universellen Bewusstsein verbindet.

  • YGYL210 Sozialer Beitrag | Sevā (सेवा)

    Sevā bedeutet auf Sanskrit „Dienst“ oder „selbstloser Dienst“. Es bezieht sich auf den Akt, freiwillig Zeit, Mühe, Wissen oder Ressourcen für andere oder die Gesellschaft beizutragen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

  • YGYL211 Japa (Wiederholung von Mantras) | Japa (जप)

    Japa ist ein Sanskrit-Begriff, der „Wiederholung“ bedeutet. Es bezieht sich auf die meditative Praxis der Wiederholung eines Mantras oder eines göttlichen Namens. Dies kann still, geflüstert oder laut gesungen werden.

  • YGYL212 Ethik | Yama (यम) / Niyama (नियम)

    Yama bedeutet auf Sanskrit „Zurückhaltungen“ und Niyama bedeutet „Befolgungen“. Sie sind die ersten beiden Glieder der Acht Glieder des Yoga und beziehen sich auf universelle moralische und ethische Prinzipien für die Interaktion mit der Gesellschaft und sich selbst.

  • YGYL213 Dankbarkeit | Kṛtajñatā (कृतज्ञता)

    Kṛtajñatā bedeutet auf Sanskrit „Dankbarkeit“ oder „Bewusstsein der Verpflichtung“. Es bezieht sich auf einen Geisteszustand, in dem man aufrichtige Freude und Wertschätzung für Segen, erhaltene Wohltaten und alles im Leben empfindet.

  • YGYL214 Vergebung | Kṣamā (क्षमा)

    Kṣamā bedeutet auf Sanskrit „Vergebung“, „Geduld“ oder „Toleranz“. Es bezieht sich auf den Prozess, Wut, Groll und Schmerz gegenüber sich selbst oder anderen für vergangene Fehler, Mängel oder verletzende Erfahrungen loszulassen und das Herz zu befreien.

  • YGYL215 Mitgefühl | Karuṇā (करुणा)

    Karuṇā bedeutet auf Sanskrit „Mitgefühl“, „Sympathie“ oder „der Wunsch, Leiden zu lindern“. Es bezieht sich auf den Geisteszustand, der das Leiden anderer tief nachempfindet und aufrichtig wünscht, dieses Leiden zu lindern, oder auf die Handlungen, die aus diesem Wunsch entspringen.

  • YGYL216 Empathie

    Empathie ist ein deutsches Wort, das „Einfühlungsvermögen“ bedeutet. Es bezieht sich auf die Fähigkeit, die Emotionen, Gedanken und Erfahrungen anderer zu verstehen und zu fühlen, als wären es die eigenen.

▼ Band 3 GEIST: Das Licht des Bewusstseins (108 Begriffe)

1. Achtsamkeit und Konzentration

  • YGYL217 Shunya (Leere / Weites Bewusstsein) | Śūnyatā (शून्यता)

    Śūnyatā ist nicht bloße Nichtsheit, sondern ein Zustand tiefer Leere oder eines geräumigen Bewusstseins, das den Inhalt des Geistes transzendiert. Es ist die grenzenlose Offenheit, in der alle Phänomene – Gedanken, Emotionen, Empfindungen – entstehen und sich auflösen.

  • YGYL218 Einpunktiger Fokus | Ekāgratā (एकाग्रता)

    Ekāgratā bedeutet „einpunktiger Fokus“ oder „Einpünktigkeit“. Es beschreibt einen Geisteszustand, in dem das Bewusstsein vollständig und ohne Ablenkung auf ein Objekt zentriert ist. Es ist keine Technik, sondern eine kultivierte geistige Qualität, die yogische Praktiken wie Dharana und Dhyana unterstützt.

  • YGYL219 Beobachtung | Sākṣin (साक्षिन्)

    Sākṣin bedeutet auf Sanskrit „Zeuge“ oder „Beobachter“. In der Yoga- und Vedanta-Philosophie bezieht es sich auf den Akt des reinen Beobachtens von Gedanken, Emotionen, Empfindungen und äußeren Ereignissen ohne Urteil, als ein „reines Bewusstsein“.

  • YGYL220 Bewusstheit / Gewahrsein | Sākṣī (साक्षी)

    Sākṣī bedeutet auf Sanskrit „Zeuge” oder „reiner Beobachter”. Es bezeichnet den Aspekt des Bewusstseins, der alle Erfahrungen — Gedanken, Emotionen, Empfindungen und äußere Ereignisse — wahrnimmt, ohne Identifikation, Urteil oder Eingriff. Es ist Bewusstheit in ihrer wesentlichsten Form: die stille, unveränderliche Präsenz, die alles Entstehen und Vergehen bezeugt. *Hinweis: Prajñā (प्रज्ञा), das Weisheit oder intuitives Erkennen bedeutet, ist ein eng verwandtes Konzept — Bewusstheit, die zur direkten Erkenntnis gereift ist. Wo Sākṣī auf die Fähigkeit zum Bezeugen verweist, verweist Prajñā auf das, was durch dieses Bezeugen offenbart wird.*

  • YGYL221 Hier und Jetzt

    „Hier und Jetzt“ ist ein deutscher Begriff, der sich auf den gegenwärtigen Moment und den aktuellen Ort bezieht. Er bezeichnet einen Geisteszustand, in dem das Bewusstsein vollständig auf den gegenwärtigen Moment konzentriert ist, frei von vergangenen Bedauern oder zukünftigen Ängsten.

  • YGYL222 Atembewusstsein | Anapana (आनापान)

    Anapana bedeutet auf Sanskrit (Pali) „Ein- und Ausatmen“. Es bezieht sich auf die meditative Praxis, das Bewusstsein auf die Empfindung des Atems zu richten, der in den Körper ein- und ausströmt, und ihn objektiv zu beobachten.

  • YGYL223 Gedankenbeobachtung | Vṛtti Darśana (वृत्ति दर्शन)

    Vṛtti Darśana bedeutet auf Sanskrit „Beobachtung der geistigen Modifikationen“. In der meditativen Praxis bezieht es sich auf den Akt des objektiven Beobachtens von Gedanken, Bildern, Erinnerungen und anderen geistigen Phänomenen, wie sie im Geist entstehen, ohne Urteil oder emotionale Reaktion.

  • YGYL224 Emotionale Akzeptanz | Tathatā (तथाता)

    Tathatā bedeutet auf Sanskrit „Sosein” oder „So-heit” — die Qualität der Dinge, genau so zu sein, wie sie sind, ohne Ergänzung, Subtraktion oder Widerstand. Auf das emotionale Leben angewendet bezeichnet es die Praxis, allem, was im Inneren entsteht — Freude, Trauer, Angst, Wut — mit vollständiger, nicht-reaktiver Präsenz zu begegnen. Weder Unterdrückung noch Nachgeben, sondern klarsichtige Anerkennung: *Das ist, was jetzt hier ist.* *Hinweis: Kṣamā (क्षमा), das Vergebung und Geduld bedeutet, ist eine eng verwandte Qualität — siehe YGYL214. Wo Kṣamā eine aktive Geste des Loslassens gegenüber sich selbst oder anderen beinhaltet, ist Tathatā der vorherige Grund: die Bereitschaft, einfach zu sehen, was ist, bevor eine Antwort entsteht.*

  • YGYL225 Körperempfindung | Vedanā (वेदना)

    Vedanā bedeutet auf Sanskrit (ein buddhistischer Begriff) „Empfindung“, „Gefühl“ oder „Schmerz“. Im Yoga bezieht es sich auf alle körperlichen Empfindungen, die im Körper entstehen, wie Schmerz, Hitze, Kälte, Vibration oder Kribbeln.

  • YGYL226 Nirodha (Aufhören der Geistesbewegungen) | Nirodhaḥ (निरोधः)

    Nirodhaḥ bedeutet auf Sanskrit „Aufhören“, „Zurückhaltung“ oder „Stilllegung“. Es bezieht sich auf die Praxis, die geistigen Schwankungen (Vṛtti), die im Geist entstehen, zu beruhigen, was zu einem Zustand tiefer Stille und geistiger Ruhe führt.

  • YGYL227 Vereinigung des Geistes (Geistige Integration) | Samādhi (समाधि)

    Vereinigung des Geistes bezeichnet die psychologische Dimension von Samādhi — die gelebte, innere Erfahrung geistiger Integration, in der alle Fragmentierung, Ablenkung und innerer Konflikt sich in kohärente Stille auflösen. Wo der Geist einst über Vergangenheit und Zukunft, Erinnerung und Erwartung verstreut war, wird er vollständig gegenwärtig, vollständig gesammelt, vollständig eins.

  • YGYL228 Bewusstseinserweiterung | Cid-ānanda (चिदानन्द)

    Cid-ānanda bedeutet auf Sanskrit „Bewusstsein und Glückseligkeit“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf den Zustand, in dem das individuelle, begrenzte Bewusstsein mit dem universellen kosmischen Bewusstsein verschmilzt und sich in einen unendlichen Zustand ausdehnt.

2. Geistige Ruhe und Stressbewältigung

  • YGYL229 Innerer Frieden (Geistige Ruhe) | Śānti (शान्ति)

    Śānti bedeutet auf Sanskrit „Frieden“, „Ruhe“ oder „Gelassenheit“. Es bezieht sich auf einen Zustand, in dem der Geist ruhig und stabil ist, frei von innerem Aufruhr oder Not. Es bezeichnet eine tiefe innere Harmonie, die von äußeren Umständen unabhängig ist.

  • YGYL230 Stressbewältigung

    Stressbewältigung bezeichnet den bewussten Einsatz von Praktiken und Perspektiven aus dem Yoga, um Stress zu reduzieren, neu zu rahmen und letztlich zu transformieren. Obwohl kein einzelner Sanskrit-Begriff dem modernen Konzept der „Stressbewältigung” direkt entspricht, adressiert die klassische Tradition ihre Wurzeln durch die Regulierung von Prāṇa (Lebensenergie), die Beruhigung der Geistesbewegungen (Chitta Vṛtti Nirodha) und die Kultivierung von Gleichmut (Samabhāva). *Hinweis: Yoga-yukta (योगयुक्त), manchmal mit diesem Konzept verbunden, bedeutet „jemand, der durch Yoga integriert ist” — ein Seinszustand, kein Werkzeug. Es beschreibt das natürliche Ergebnis einer beständigen Praxis: ein Mensch, der durch äußere Belastungen nicht mehr destabilisiert wird.*

  • YGYL231 Yogischer Schlaf | Yoga Nidrā (योग निद्रा)

    Yoga Nidrā, oder „yogischer Schlaf“, ist ein Zustand bewusster Tiefenentspannung. Der Körper tritt in einen Zustand tiefer Ruhe ein, während der Geist und das Bewusstsein wach und aufmerksam bleiben. Es ist eine kraftvolle Praxis zur Verjüngung und zum Zugang zum Unterbewusstsein.

  • YGYL232 Klesha (Leiden) | Klesha (क्लेश)

    Klesha ist ein Sanskrit-Begriff, der „Leiden“, „Schmerz“ oder „Gift“ bedeutet. Er bezieht sich auf die fünf geistigen und emotionalen Hindernisse, die als die Wurzel allen menschlichen Leidens angesehen werden.

  • YGYL233 Angst | Bhaya (भय)

    Bhaya bedeutet auf Sanskrit „Angst” oder „Schrecken”. Es bezeichnet die urmenschliche emotionale Reaktion auf wahrgenommene Gefahr, Bedrohung oder Ungewissheit — eine instinktive Kontraktion von Geist und Körper angesichts des Unbekannten oder Unerwünschten. *Hinweis: Bhaya steht in enger Beziehung zu Abhiniveśa, dem fünften Klesha (Leidenschaft) in der Yoga-Philosophie, der speziell die tiefverwurzelte Todesangst und das Festhalten am Leben bezeichnet. Während Abhiniveśa auf existenzielle Angst als philosophisches Konzept verweist, umfasst Bhaya Angst in ihrem weiteren, alltäglichen Ausdruck.*

  • YGYL234 Wut | Krodha (क्रोध)

    Krodha bedeutet auf Sanskrit „Wut“ oder „Zorn“. Es bezieht sich auf ein starkes Gefühl des Unmuts oder der Feindseligkeit, das im Geist als Reaktion auf Unzufriedenheit, Ungerechtigkeit oder Bedrohung entsteht.

  • YGYL235 Traurigkeit | Śoka (शोक)

    Śoka bedeutet auf Sanskrit „Traurigkeit“, „Kummer“ oder „Sorge“. Es bezieht sich auf ein tiefes Gefühl der Einsamkeit oder Enttäuschung, das als Reaktion auf Verlust, Enttäuschung oder Schmerz entsteht.

  • YGYL236 Anhaftung (Raga) | Rāga (राग)

    Rāga bedeutet auf Sanskrit „Zuneigung“, „Anhaftung“, „Verlangen“ oder „Leidenschaft“. Es ist eines der Kleshas (Leiden) in der Yoga-Philosophie und bezieht sich auf einen Geisteszustand, in dem man stark an einem bestimmten Objekt (materielle Dinge, Menschen, Gedanken, Emotionen, Ergebnisse usw.) festhält und es schwer findet, loszulassen.

  • YGYL237 Loslassen (Vairagya) | Vairāgya (वैराग्य)

    Vairāgya bedeutet auf Sanskrit „Nicht-Anhaftung“, „Losgelöstheit“ oder „Abwesenheit von Leidenschaft“. Im Yoga bezieht es sich auf die Praxis, die Anhaftung an bestimmte Objekte, Ergebnisse, vergangene Ereignisse, zukünftige Erwartungen oder sogar die eigenen Gedanken und Emotionen loszulassen und dadurch von ihnen frei zu werden.

  • YGYL238 Akzeptanz | Tathatā (तथाता)

    Tathatā bedeutet auf Sanskrit (ein buddhistischer Begriff) „So-Sein“, „Solchheit“ oder „Wahrhaftigkeit“. Im Yoga bezieht es sich auf den Geisteszustand und die Praxis, sich selbst, andere und Lebenssituationen so zu akzeptieren, wie sie sind, ohne Urteil.

  • YGYL239 Geduld | Kṣanti (क्षान्ति)

    Kṣanti bedeutet auf Sanskrit „Geduld“, „Toleranz“ oder „Ausdauer“. Im Yoga bezieht es sich auf die geistige Qualität, Ruhe und Beharrlichkeit zu bewahren, ohne Eile durch schwierige Situationen, unangenehme Emotionen oder lange Prozesse zur Erreichung von Zielen.

  • YGYL240 Gelassenheit (Ruhe) | Praśānta (प्रशान्त)

    Praśānta bedeutet auf Sanskrit „völlig ruhig“, „sehr gelassen“ oder „friedlich“. Es bezieht sich auf einen Zustand, in dem der Geist tief ruhig und friedlich ist, ungestört von geistigen Wellen. Es ist ein Zustand innerer Stabilität und Harmonie, unbeeinflusst von äußeren Reizen.

3. Selbstbewusstsein und Wachstum

  • YGYL241 Chit (Reines Bewusstsein) | Chit (चित्)

    Chit ist das unveränderliche, reine Bewusstsein, das der Hintergrund aller Existenz ist. Es ist das bewusste Prinzip, das alle Erfahrungen, Gedanken und Empfindungen erleuchtet, ohne von ihnen verändert zu werden. Es ist die „bezeugende Präsenz“, die einfach ist.

  • YGYL242 Wachstum (Entwicklung) | Vikāsa (विकास)

    Vikāsa bedeutet auf Sanskrit „Entwicklung“, „Aufblühen“ oder „Erweiterung“. Im Yoga bezieht es sich auf den Prozess des Fortschreitens zu einem besseren Zustand und des Entfaltens des eigenen Potenzials in physischer, mentaler und spiritueller Hinsicht.

  • YGYL243 Selbstakzeptanz | Svīkāra (स्वीकार)

    Svīkāra bedeutet auf Sanskrit „Annahme“, „Anerkennung“ oder „Zustimmung“. Im Yoga bezieht es sich auf den Geisteszustand und die Praxis, sich selbst so anzunehmen und zu bestätigen, wie man ist – einschließlich Stärken und Schwächen, Erfolgen und Misserfolgen, Vergangenheit und Gegenwart – ohne Urteil.

  • YGYL244 Transformation | Parivartana (परिवर्तन)

    Parivartana bedeutet auf Sanskrit „Veränderung“, „Umwandlung“ oder „Transformation“. Im Yoga bezieht es sich auf den Prozess, durch den sich das eigene innere Bewusstsein, Verhaltensmuster und die Lebensweise grundlegend in einen höheren Zustand verändern.

  • YGYL245 Pratyahara (Rückzug der Sinne) | Pratyāhāra (प्रत्याहार)

    Pratyāhāra bedeutet auf Sanskrit „Rückzug der Sinne“ oder „Sinnesorgane nach innen kehren“. Es ist das fünfte Glied der Acht Glieder des Yoga und bezieht sich auf die Praxis, das Bewusstsein von äußeren Sinnesreizen wegzuziehen und das eigene Innere tief zu erforschen.

  • YGYL246 Selbsterforschung | Ātma-vicāra (आत्म-विचार)

    Ātma-vicāra bedeutet auf Sanskrit „Untersuchung des Selbst“ oder „Erforschung des Selbst“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf die Praxis, tief zu fragen „Wer bin ich?“, um die Natur des wahren Selbst (Atman) direkt zu erkennen.

  • YGYL247 Zweck / Bestimmung | Dharma (धर्म) – (verwandt als „Lebenszweck, Pflicht“)

    Zweck (Purpose) ist ein deutsches Wort, das „Ziel“, „Absicht“ oder „Bedeutung“ bedeutet. Es bezieht sich auf den grundlegenden Grund oder die Richtung der eigenen Handlungen und Existenz, das, was ein Individuum im Leben erreichen oder wofür es leben möchte.

  • YGYL248 Atman (Wahres Selbst, Seele) | Ātman (आत्मन्)

    Ātman bedeutet auf Sanskrit „Selbst“, „Seele“ oder „Essenz“. Es bezieht sich auf das unveränderliche und reine wesentliche Sein eines Individuums, das sich vom vergänglichen Körper, Geist und Ego unterscheidet. Es wird als identisch mit dem universellen kosmischen Bewusstsein (Brahman) angesehen.

  • YGYL249 Innere Ausstrahlung | Antarjyoti (अन्तर्ज्योति)

    Innerer Glanz bezieht sich auf das innere spirituelle Licht oder Leuchten, das von der wahren Natur ausgeht, jenseits des Egos und der geistigen Schwankungen. Es repräsentiert die inhärente Reinheit, Klarheit und Lebendigkeit der Seele.

  • YGYL250 Unwissenheit (Spirituelle Unwissenheit) | Avidyā (अविद्या)

    Avidyā bedeutet auf Sanskrit „Unwissenheit“, „Fehlvorstellung“ oder „Missverständnis“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf das grundlegende Missverständnis, die Wahrheit nicht zu erkennen, dass das wahre Selbst (Atman) eins mit dem universellen Bewusstsein (Brahman) ist, und sich stattdessen mit dem Körper, dem Geist und dem Ego zu identifizieren.

  • YGYL251 Wahrheit (Sat) | Sat (सत्)

    Sat bedeutet auf Sanskrit „Existenz“, „Realität“ oder „Wahrheit“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf die universelle, unveränderliche ultimative Realität oder die Wahrheit selbst, die Zeit, Raum und Veränderung transzendiert.

  • YGYL252 Weisheit | Buddhi (बुद्धि)

    Buddhi bedeutet auf Sanskrit „Intellekt“, „Unterscheidungsvermögen“ oder „Weisheit“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf die Fähigkeit, die wahre Natur der Dinge wahrzunehmen, zwischen Wahrheit und Unwahrheit, Gut und Böse, und dem Dauerhaften und dem Vergänglichen zu unterscheiden, jenseits der reinen Anhäufung von Wissen.

4. Menschliche Beziehungen und Kommunikation

  • YGYL253 Menschliche Beziehungen | Sambandha (सम्बन्ध)

    Sambandha bedeutet auf Sanskrit „Verbindung“, „Beziehung“ oder „Band“. Es bezieht sich auf die verschiedenen Verbindungen und Interaktionen zwischen Individuen innerhalb der Gesellschaft und Gemeinschaft.

  • YGYL254 Kommunikation | Saṃvāda (संवाद)

    Saṃvāda bedeutet auf Sanskrit „Dialog“, „Gespräch“ oder „gegenseitiges Verständnis“. Es bezieht sich auf den Prozess der Übermittlung von Gedanken, Gefühlen und Informationen zwischen Individuen und des aktiven Zuhörens, um sie zu empfangen.

  • YGYL255 Zuhören | Śravaṇa (श्रवण)

    Śravaṇa bedeutet auf Sanskrit „Zuhören“ oder „Hören“. Im Yoga bezieht es sich auf die Praxis des aufmerksamen Zuhörens spiritueller Lehren (Worte des Gurus, Schriften) und auch der inneren Stimme von sich selbst und anderen, jenseits der reinen akustischen Wahrnehmung.

  • YGYL256 Selbstausdruck | Abhivyakti (अभिव्यक्ति)

    Abhivyakti bedeutet auf Sanskrit „Ausdruck”, „Manifestation” oder „Herausbringen aus dem Inneren” — von *abhi* (hin zu, nach außen) und *vyakti* (Erscheinung, Individualität). Es erfasst die aktive Bewegung innerer Wirklichkeit in äußere Form: den authentischen Ausdruck der eigenen Gedanken, Emotionen, Kreativität und des wahren Selbst durch Sprache, Bewegung, Kunst oder Handlung. *Hinweis: Vyakti (व्यक्ति), die Wurzel dieses Begriffs, bedeutet „Individuum” oder „Person” — das einzigartige Wesen, aus dem der Ausdruck hervorgeht. Zusammen spiegeln Abhivyakti und Vyakti die Beziehung zwischen dem Selbst und seiner äußeren Manifestation wider.*

  • YGYL257 Grenzen | Maryādā (मर्यादा)

    Maryādā bedeutet auf Sanskrit „Grenze“, „Limit“ oder „respektvolles Verhalten“. In einem psychologischen und relationalen Kontext bezieht es sich auf die emotionalen, physischen und mentalen Grenzen, die Individuen setzen, um sich selbst zu definieren und gesunde Interaktionen mit anderen aufrechtzuerhalten.

  • YGYL258 Vertrauen | Śraddhā (श्रद्धा)

    Śraddhā bedeutet auf Sanskrit „Glaube“, „Vertrauen“ oder „Zuversicht“. Im Yoga bezieht es sich auf eine tiefe innere Überzeugung und das Vertrauen in sich selbst, in die Lehren des Yoga, in den Lehrer und in eine höhere Macht oder das Universum.

  • YGYL259 Freundlichkeit (Maitri) | Maitrī (मैत्री)

    Freundlichkeit oder liebende Güte bezieht sich auf eine herzliche Haltung des Wohlwollens, der Wärme und des aufrichtigen Wunsches, dass andere glücklich sein mögen. Maitrī verkörpert einen Geist universeller Freundlichkeit, der sich ohne Unterschied auf alle Wesen erstreckt.

  • YGYL260 Konflikt (Dvandva) | Dvandva (द्वन्द्व)

    Dvandva bedeutet auf Sanskrit „Dualität“, „Paar von Gegensätzen“ oder „Konflikt“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf die Paare von Gegensätzen, die im Geist und im Leben auftreten (z. B. Freude/Schmerz, heiß/kalt, Erfolg/Misserfolg), und oft zu innerem oder äußerem Konflikt führen.

  • YGYL261 Versöhnung | Saṃdhāna (संधान)

    Saṃdhāna bedeutet auf Sanskrit „Zusammenfügen“, „Vereinigung“ oder „Versöhnung“. In einem relationalen Kontext bezieht es sich auf den Prozess der Wiederherstellung von Harmonie und Verständnis nach einem Konflikt, der auf eine Lösung und erneute Verbindung abzielt.

  • YGYL262 Zusammenarbeit | Sahakārya (सहकार्य)

    Sahakārya bedeutet auf Sanskrit „Zusammenarbeit“ oder „gemeinsames Arbeiten“. Es bezieht sich darauf, dass Individuen zusammenarbeiten und sich gegenseitig auf ein gemeinsames Ziel oder zum gegenseitigen Nutzen unterstützen.

  • YGYL263 Teamarbeit | Samaṣṭi (समष्टि) – (bezogen auf Kollektivität, Gesamtheit)

    Samaṣṭi bedeutet auf Sanskrit „Kollektivität“ oder „Gesamtheit“. Teamarbeit bezieht sich auf die gemeinsame Anstrengung einer Gruppe, ein gemeinsames Ziel zu erreichen, bei der Einzelpersonen zusammenarbeiten und ihre Fähigkeiten und Bemühungen kombinieren.

  • YGYL264 Führung | Nīti (नीति) – (bezogen auf Führung, Politik, Ethik)

    Nīti bedeutet auf Sanskrit „Führung“, „Politik“ oder „Ethik“. Führung bezieht sich auf die Fähigkeit, eine Gruppe oder Organisation zu leiten und zu beeinflussen, um eine gemeinsame Vision oder ein Ziel zu erreichen, was oft Inspiration, klare Kommunikation und ethisches Verhalten beinhaltet.

5. Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen

  • YGYL265 Selbstwirksamkeit

    Selbstwirksamkeit bezieht sich auf den Glauben an die eigene Fähigkeit, in bestimmten Situationen erfolgreich zu sein oder eine Aufgabe zu bewältigen.

  • YGYL266 Selbstvertrauen / Zuversicht | Dhṛti (धृति)

    Dhṛti bedeutet auf Sanskrit „fester Entschluss“, „Beständigkeit“ oder „Selbstvertrauen“. Es bezieht sich auf einen Geisteszustand, in dem man seinen eigenen Fähigkeiten und seinem Urteilsvermögen vertraut und eine unerschütterliche Überzeugung zur Erreichung von Zielen besitzt.

  • YGYL267 Antar Mouna (Innere Stille / Zeugenbewusstsein) | Antar Mouna (अन्तर मौन)

    Antar Mouna bedeutet wörtlich „innere Stille“. Es ist eine meditative Technik, den ständigen Strom von Gedanken, Empfindungen und Emotionen des Geistes zu beobachten, ohne sich darin zu verwickeln, was letztendlich zu einem Zustand tiefer innerer Stille führt.

  • YGYL268 Shakti (Göttliche Energie / Ermächtigung) | Śakti (शक्ति)

    Śakti ist die ursprüngliche kosmische Energie, die dynamische, kreative und weibliche Kraft des Universums. Es ist die Kraft, die die gesamte Existenz belebt und sich als Schöpfung, Erhaltung und Transformation manifestiert. Es ist die Verkörperung göttlicher Ermächtigung.

  • YGYL269 Positives Selbstgespräch | Maṅgala-bhāva (मङ्गल-भाव)

    Maṅgala-bhāva bedeutet auf Sanskrit „glückverheißendes Gefühl“ oder „positive Veranlagung“. Positives Selbstgespräch bezieht sich auf die Praxis, bewusst ermutigende, optimistische und selbstbestätigende innere Dialoge zu verwenden, um negative Gedanken herauszufordern und eine gesunde Denkweise zu fördern.

  • YGYL270 Perfektionismus

    Perfektionismus bezieht sich auf ein Persönlichkeitsmerkmal, das durch das Streben nach Makellosigkeit und das Setzen übermäßig hoher Standards gekennzeichnet ist, oft begleitet von übermäßig kritischen Selbstbewertungen.

  • YGYL271 Vergleich

    Vergleich bezieht sich auf den Akt, sich selbst, seine Leistungen oder seine Umstände mit anderen zu bewerten.

  • YGYL272 Scheitern / Misserfolg

    Scheitern (Failure) bezieht sich auf das Nichterreichen eines gewünschten Ziels oder Ergebnisses oder einen wahrgenommenen Mangel an Erfolg.

  • YGYL273 Erfolg | Siddhi (सिद्धि)

    Siddhi bedeutet auf Sanskrit „Vollkommenheit”, „Vollendung” oder „Errungenschaft”. In seinem klassischen und tantrischen Gebrauch bezeichnet Siddhi spezifisch außergewöhnliche Kräfte oder Fähigkeiten — wie erhöhte Wahrnehmung, Meisterschaft über den Körper oder erweiterte Bewusstseinszustände —, von denen gesagt wird, dass sie als Nebenprodukte einer tiefen, beständigen yogischen Praxis entstehen. *Hinweis: Im zeitgenössischen Yoga wird Siddhi oft breiter verwendet, um jede bedeutungsvolle Errungenschaft oder Frucht der Praxis zu bezeichnen — innere oder äußere. Dies spiegelt eine natürliche Entwicklung des Begriffs wider; Praktizierende, die klassischen Texten begegnen, sollten sich jedoch seiner ursprünglicheren, spezifischeren Bedeutung bewusst sein.*

  • YGYL274 Heilige Sprache | Vāk (वाक्)

    Vāk ist das yogische Verständnis von Sprache als eine heilige und göttliche Kraft. Es ist die Kraft der Sprache und des Klangs, die dem Bewusstsein Form gibt und die Realität durch Schwingung und Absicht formt.

  • YGYL275 Herausforderung | Parīkṣā (परीक्षा)

    Parīkṣā bedeutet auf Sanskrit „Test“, „Prüfung“ oder „Herausforderung“. Im Yoga bezieht es sich auf das aktive Auseinandersetzen mit schwierigen Situationen oder Aufgaben, um die eigenen wahrgenommenen Grenzen zu überschreiten und neue Fähigkeiten oder Verständnisse zu erlangen.

  • YGYL276 Praxis (Abhyasa) | Abhyāsa (अभ्यास)

    Abhyāsa bedeutet auf Sanskrit „Praxis“, „beharrliche Anstrengung“ oder „Wiederholung“. Im Yoga bezieht es sich auf die kontinuierliche Beschäftigung mit allen Aspekten des Yoga-Weges, einschließlich Asana, Pranayama, Meditation und philosophischem Studium.

6. Philosophische Kernkonzepte

  • YGYL277 Philosophie (Darshana) | Darśana (दर्शन)

    Darśana bedeutet auf Sanskrit „Sehen“, „Perspektive“ oder „Standpunkt“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf einen systematischen Standpunkt oder eine Theorie zum Verständnis der Welt, der Existenz und der Wahrheit.

  • YGYL278 Satya Yuga (Zeitalter der Wahrheit und Reinheit) | Satya Yuga (सत्य युग)

    Satya Yuga ist das „Zeitalter der Wahrheit“, die erste und spirituell reinste Ära im hinduistischen zyklischen Zeitrahmen. Es ist ein goldenes Zeitalter, das durch Harmonie, Frieden, Wahrhaftigkeit und perfekte Ausrichtung auf Dharma (Rechtschaffenheit) gekennzeichnet ist.

  • YGYL279 Purusharthas (Vier Lebensziele) | Puruṣārtha (पुरुषार्थ)

    Purusharthas ist ein Konzept im Yoga und in der Hindu-Philosophie, das sich auf die vier Hauptziele oder -zwecke des menschlichen Lebens bezieht: Dharma (rechtschaffenes Verhalten), Artha (Wohlstand), Kama (Verlangen) und Moksha (Befreiung).

  • YGYL280 Konsequente Meditation

    Konsequente Meditation bezieht sich auf die Praxis, eine regelmäßige, disziplinierte und beharrliche Gewohnheit der Meditation aufrechtzuerhalten, anstatt sporadisch zu meditieren. Es ist die fortwährende, unerschütterliche Anstrengung, innere Stille und Bewusstsein zu kultivieren.

  • YGYL281 Guna (Qualität, Attribut) | Guṇa (गुण)

    Guṇa bedeutet auf Sanskrit „Qualität“, „Attribut“ oder „Bestandteil“. In der Samkhya- und Yoga-Philosophie bezieht es sich auf die drei grundlegenden Attribute (Sattva, Rajas, Tamas), die die materielle Welt (Prakriti) zusammensetzen.

  • YGYL282 Sattva (Reinheit, Harmonie) | Sattva (सत्त्व)

    Sattva ist eine der drei Guṇas — neben Rajas (Aktivität, Leidenschaft) und Tamas (Trägheit, Dichte) — die grundlegenden Fäden, die durch die gesamte manifeste Existenz in der Sāṃkhya-Philosophie gewoben sind. Auf der Ebene des Bewusstseins repräsentiert Sattva die Qualität reiner Intelligenz, Luminosität und unverzerrter Wahrnehmung: der Geist als klarer Spiegel, der die Wirklichkeit ohne Verzerrung widerspiegelt.

  • YGYL283 Bindu (Ursprungspunkt / Samen der Energie) | Bindu (बिन्दु)

    Bindu bedeutet auf Sanskrit „Punkt“ oder „Tupfen“. Es symbolisiert den Ursprungspunkt der Schöpfung, die subtile, konzentrierte Quelle, aus der aller Klang, alle Form und alles Bewusstsein hervorgehen. Es ist die mikrokosmische Essenz des Makrokosmos.

  • YGYL284 Spirituelle Kraft | Kuṇḍalinī (कुण्डलिनी)

    Kuṇḍalinī, was „die Aufgerollte“ oder „aufgerollte Schlange“ bedeutet, bezieht sich auf die schlafende, göttliche spirituelle Energie, von der angenommen wird, dass sie dreieinhalb Mal an der Basis der Wirbelsäule aufgerollt ist. Es ist die ultimative Quelle spiritueller Kraft und das latente Potenzial zur Selbstverwirklichung, das in jedem Individuum wohnt.

  • YGYL285 Karma (Handlung, Tat) | Karma (कर्मन्)

    Karma bedeutet auf Sanskrit „Handlung“, „Tat“ oder „Ergebnis“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf alle physischen, mentalen und verbalen Handlungen und ihre Konsequenzen. Es ist ein zentrales Konzept des kosmischen Gesetzes des Karma, wonach „gute Handlungen zu guten Ergebnissen führen und schlechte Handlungen zu schlechten Ergebnissen führen“.

  • YGYL286 Dharma (Rechtschaffenes Verhalten, Pflicht) | Dharma (धर्म)

    Dharma bedeutet auf Sanskrit „Gesetz“, „Rechtschaffenheit“, „Pflicht“, „rechte Lebensweise“ oder „kosmische Ordnung“. Es bezieht sich auf die Rolle oder Pflicht eines Individuums in dieser Welt oder auf die universelle Wahrheit und die Gesetze, die den gesamten Kosmos erhalten.

  • YGYL287 Samsara (Kreislauf der Wiedergeburt) | Saṃsāra (संसार)

    Saṃsāra bedeutet auf Sanskrit „Fluss“, „Wiedergeburt“ oder „Seelenwanderung“. Es bezieht sich auf die phänomenale Welt und den Zyklus selbst, in dem Wesen wiederholt Geburt, Tod und Wiedergeburt in einem Kreislauf des Leidens erfahren.

  • YGYL288 Moksha (Befreiung, Freiheit) | Mokṣa (मोक्ष)

    Mokṣa bedeutet auf Sanskrit „Befreiung”, „Lösung” oder „Freiheit” — von der Wurzel *muc*, loslassen. Es bezeichnet den ultimativen Zustand vollständiger und unumkehrbarer Freiheit: Freiheit vom Kreislauf von Saṃsāra (Tod und Wiedergeburt), vom Griff des Karma, vom Leiden der Unwissenheit und von der grundlegenden Fehlidentifikation des Selbst mit dem Vergänglichen. Es ist keine Freiheit von der Welt, sondern Freiheit in ihr — der natürliche Zustand eines Bewusstseins, das alle Illusion durchschaut hat.

7. Ethik und Handeln

  • YGYL289 Ethik (Moralische Prinzipien) | Nīti (नीति)

    Nīti bedeutet auf Sanskrit „Führung“, „Politik“ oder „moralisches Verhalten“. Im Yoga bezieht es sich auf die moralischen und ethischen Prinzipien, die die eigenen Handlungen, Gedanken und Sprache leiten und die Grundlage für ein tugendhaftes Leben bilden.

  • YGYL290 Ahimsa (Gewaltlosigkeit) | Ahiṃsā (अहिंसा)

    Ahiṃsā bedeutet auf Sanskrit „Nicht-Schaden“, „Gewaltlosigkeit“ oder „Nicht-Verletzen“. Es ist das erste und grundlegendste der Yamas und bezieht sich auf die Praxis, davon abzusehen, irgendeinem Lebewesen, einschließlich sich selbst, körperlich, geistig oder verbal Schaden zuzufügen.

  • YGYL291 Satya (Wahrhaftigkeit) | Satya (सत्य)

    Satya bedeutet auf Sanskrit „Wahrheit“, „Wahrhaftigkeit“ oder „Ehrlichkeit“. Es ist eines der Yamas und bezieht sich auf die Praxis, wahrhaftig zu sprechen und zu leben und die eigenen Worte, Gedanken und Handlungen mit der Realität in Einklang zu bringen.

  • YGYL292 Asteya (Nicht-Stehlen) | Asteya (अस्तेय)

    Asteya bedeutet auf Sanskrit „Nicht-Stehlen“ oder „Nicht-Begehren“. Es ist eines der Yamas und bezieht sich auf die Praxis, nichts zu nehmen, was nicht freiwillig gegeben wurde, seien es materielle Besitztümer, Ideen, Zeit oder Energie.

  • YGYL293 Brahmacharya (Enthaltsamkeit, Weiser Umgang mit Energie) | Brahmacarya (ब्रह्मचर्य)

    Brahmacarya bedeutet auf Sanskrit „Verhalten, das zu Brahman führt“ oder „Enthaltsamkeit“. Es ist eines der Yamas und bezieht sich traditionell auf Zölibat oder sexuelle Zurückhaltung, aber in einem breiteren modernen Yoga-Kontext bedeutet es die weise und bewusste Verwaltung aller Energieformen (physisch, mental, sexuell, spirituell), um die Vitalität für höhere Ziele zu bewahren.

  • YGYL294 Aparigraha (Nicht-Besitzgier, Gierlosigkeit) | Aparigraha (अपरिग्रह)

    Aparigraha bedeutet auf Sanskrit „Nicht-Besitzgier“, „Nicht-Gier“ oder „Nicht-Horten“. Es ist eines der Yamas und bezieht sich auf die Praxis, nur das Notwendige zu nehmen und die übermäßige Anhäufung von materiellen Besitztümern, Beziehungen, Ideen oder sogar Erwartungen loszulassen.

  • YGYL295 Niyama (Persönliche Disziplinen) | Niyama (नियम)

    Niyama bedeutet auf Sanskrit „Befolgung“, „Regel“ oder „persönliche Disziplin“. Es ist das zweite Glied von Patanjalis Acht Gliedern des Yoga und bezieht sich auf fünf persönliche Befolgungen oder Disziplinen, die die eigene Beziehung zu sich selbst leiten und inneres Wachstum fördern.

  • YGYL296 Saucha (Reinheit, Sauberkeit) | Śauca (शौच)

    Śauca bedeutet auf Sanskrit „Reinheit“, „Sauberkeit“ oder „Klarheit“. Es ist eines der Niyamas und bezieht sich auf die Praxis, Reinheit und Sauberkeit in Körper, Geist und Umgebung aufrechtzuerhalten.

  • YGYL297 Santosha (Zufriedenheit) | Saṃtoṣa (संतोष)

    Saṃtoṣa bedeutet auf Sanskrit „Zufriedenheit“, „Genügsamkeit“ oder „Akzeptanz“. Es ist eines der Niyamas und bezieht sich auf die Praxis, Freude und Zufriedenheit in dem zu finden, was man hat, anstatt ständig mehr zu suchen oder mit dem gegenwärtigen Moment unzufrieden zu sein.

  • YGYL298 Tapas (Selbstdisziplin, Inbrunst) | Tapas (तपस्)

    Tapas bedeutet auf Sanskrit „Hitze“, „Inbrunst“, „Disziplin“ oder „Askese“. Es ist eines der Niyamas und bezieht sich auf die Praxis der Selbstdisziplin, der Strenge und der beharrlichen Anstrengung, um Körper und Geist zu reinigen und Unreinheiten zu verbrennen.

  • YGYL299 Svadhyaya (Selbststudium, Studium der Schriften) | Svādhyāya (स्वाध्याय)

    Svādhyāya bedeutet auf Sanskrit „Selbststudium“ oder „Studium der Schriften“. Es ist eines der Niyamas und bezieht sich auf die Praxis, heilige Texte zu studieren (wie die Yoga-Sutras, Bhagavad Gita) und sich in Selbstreflexion zu üben, um die eigene wahre Natur und den eigenen Zweck zu verstehen.

  • YGYL300 Ishvara Pranidhana (Hingabe an eine höhere Macht) | Īśvara Praṇidhāna (ईश्वर प्रणिधान)

    Īśvara Praṇidhāna bedeutet auf Sanskrit „Hingabe an Gott“ oder „Hingabe an eine höhere Macht“. Es ist eines der Niyamas und bezieht sich auf die Praxis, das eigene Ego, die eigenen Handlungen und Ergebnisse einem höheren Bewusstsein, einem universellen Prinzip oder einem göttlichen Willen hinzugeben.

8. Fülle und Wohlstand

  • YGYL301 Fülle | Samṛddhi (समृद्धि)

    Samṛddhi bedeutet auf Sanskrit „Wohlstand“, „Fülle“ oder „Vollendung“. Es bezieht sich auf einen Zustand der Erfüllung in allen Aspekten, einschließlich nicht nur materiellen Reichtums, sondern auch Gesundheit, Zeit, Beziehungen, geistiger Zufriedenheit und spirituellem Wachstum.

  • YGYL302 Wohlstand | Śrī (श्री)

    Śrī bedeutet auf Sanskrit „Wohlstand“, „Reichtum“, „Schönheit“ oder „Glück“. Es bezieht sich auf einen Zustand, in dem das Leben reibungslos verläuft und man sowohl in materieller als auch in spiritueller Hinsicht gesegnet ist. Insbesondere impliziert es Fülle, begleitet von innerem Frieden und Zufriedenheit.

  • YGYL303 Dankbarkeit (für Fülle) | Kṛtajñatā (कृतज्ञता)

    Kṛtajñatā bedeutet auf Sanskrit „Dankbarkeit“ oder „Verpflichtung kennen“. Es bezieht sich auf einen Geisteszustand, in dem man aufrichtige Wertschätzung und Dankbarkeit für alle Fülle, Segnungen und das, was man im Leben hat, empfindet.

  • YGYL304 Gesetz der Anziehung | Karma (कर्मन्) – (indirekt verwandt)

    Das Gesetz der Anziehung ist ein deutscher Begriff, der sich auf das Konzept bezieht, dass „Gedanken die Realität erschaffen“ und „Gleiches zieht Gleiches an“, was bedeutet, dass positive Gedanken und Emotionen positive Realitäten anziehen und negative Gedanken und Emotionen negative Realitäten anziehen.

  • YGYL305 Wert | Artha (अर्थ)

    Artha bedeutet auf Sanskrit „Zweck“, „Ziel“, „Wert“, „Reichtum“ oder „materieller Wohlstand“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf materiellen Reichtum, Erfolg, der auf rechtmäßige Weise erzielt wurde, und persönlichen „Wert“ als eines der vier Ziele des menschlichen Lebens (Purusharthas).

  • YGYL306 Geistige Eindrücke (Samskara) | Saṃskāra (संस्कार)

    Saṃskāra bezieht sich auf die tief sitzenden geistigen Eindrücke und Prägungen, die durch unsere Erfahrungen, Gedanken und Handlungen geformt werden. Diese subtilen Spuren formen unsere Persönlichkeit, unser Verhalten und sogar unser Schicksal im Laufe der Zeit.

  • YGYL307 Jagrat (Wachbewusstsein) | Jāgrat (जाग्रत्)

    Jagrat bezeichnet den Zustand voller Wachheit, in dem man aktiv mit der Außenwelt interagiert. Es verkörpert den gewöhnlichen bewussten Zustand, in dem das tägliche Leben und sensorische Erfahrungen stattfinden.

  • YGYL308 Ich-Macher (Ahamkara) | Ahaṃkāra (अहंकार)

    Ahaṃkāra ist die Fähigkeit, die das Gefühl des individuellen „Ich“-Seins erzeugt und die Identität in physischen und mentalen Phänomenen verankert. Es ist die Wurzel des persönlichen Egos und der Selbstidentifikation, die uns sowohl befähigt als auch begrenzt.

  • YGYL309 Glaube & Überzeugung (Shraddha) | Śraddhā (श्रद्धा)

    Śraddhā verkörpert den tiefen Glauben und die Überzeugung in die eigene Praxis und die größere spirituelle Reise. Es repräsentiert das Vertrauen in die Lehren, in den Lehrer und in die eigene innere Führung.

  • YGYL310 Mukti (Befreiung) | Mukti (मुक्ति)

    Mukti bedeutet Befreiung – die vollständige Freisetzung aus dem Kreislauf von Geburt, Tod und Wiedergeburt (Saṃsāra) durch die Erkenntnis der wahren Natur. Es ist die Frucht der spirituellen Praxis, in der sich die Individualität in universelle Einheit auflöst.

  • YGYL311 Ende der Veden | Vedānta (वेदान्त)

    Vedānta bedeutet wörtlich „das Ende der Veden“ und bezeichnet ein philosophisches System, das auf dem Höhepunkt der vedischen Weisheit, hauptsächlich den Upanishaden, aufbaut. Es befasst sich mit der Untersuchung der ultimativen Natur der Realität und des Selbst.

  • YGYL312 Karma Yoga (Yoga der Handlung) | Karma Yoga (कर्म योग)

    Karma Yoga ist der Weg des selbstlosen Handelns. Es beinhaltet die Teilnahme an täglichen Aktivitäten und Arbeiten mit vollständiger Losgelöstheit von den Früchten der Handlung, wodurch der Geist gereinigt und das spirituelle Wachstum gefördert wird.

9. Integration und Ganzheit

  • YGYL313 Integration | Yoga (योग)

    Yoga bedeutet auf Sanskrit „Vereinigung“ oder „Integration“. Integration bezieht sich auf den Akt oder Zustand, getrennte Teile – wie Geist und Körper, Atem und Bewegung, individuelles Selbst und universelles Bewusstsein – zu einem vereinten Ganzen zusammenzufügen.

  • YGYL314 Ganzheit | Pūrṇatva (पूर्णत्व)

    Pūrṇatva bedeutet auf Sanskrit „Vollständigkeit“ oder „Ganzheit“. Im Yoga bezieht es sich auf einen Zustand perfekter Harmonie über alle physischen, mentalen, emotionalen und spirituellen Aspekte hinweg, einen Zustand völliger Abwesenheit von Mangel oder die Erkenntnis eines solchen Zustands.

  • YGYL315 Gleichgewicht | Santulana (संतुलन)

    Santulana bedeutet auf Sanskrit „Gleichgewicht“, „Harmonie“ oder „Gleichmäßigkeit“. Im Yoga bezieht es sich auf einen Zustand des Gleichgewichts über physische, mentale und energetische Aspekte hinweg.

  • YGYL316 Harmonie | Samanvaya (समन्वय)

    Samanvaya bedeutet auf Sanskrit „Harmonie“, „Kohärenz“ oder „Integration“. Im Yoga bezieht es sich auf einen Zustand, in dem es keine Widersprüche oder Konflikte zwischen Geist und Körper, Atem, Emotionen, Gedanken und der umgebenden Welt gibt, was zu einer reibungslosen und angenehmen Beziehung führt.

  • YGYL317 Einheit (Einssein) | Ekatva (एकत्व)

    Ekatva bedeutet auf Sanskrit „Einheit“ oder „Einzigkeit“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf die Wahrheit, dass das individuelle Selbst (Atman) eins mit dem universellen kosmischen Bewusstsein (Brahman) ist, oder auf die direkte Erfahrung dieser Wahrheit.

  • YGYL318 Verbindung | Saṃyoga (संयोग)

    Saṃyoga bedeutet auf Sanskrit „Vereinigung“, „Verbindung“ oder „Integration“. Verwandt mit der Wurzel „yuj“ (vereinen), von der „Yoga“ abgeleitet ist, bezieht es sich auf Verbundenheit und Einheit auf allen Ebenen: Geist und Körper, Atem und Bewegung, Individuum und andere, und Selbst und Kosmos.

  • YGYL319 Selbstintegration | Sva-samanvaya (स्व-समन्वय)

    Sva-samanvaya bedeutet auf Sanskrit „Selbstharmonie“ oder „Selbstintegration“. Es bezieht sich auf den Prozess, verschiedene Aspekte in sich selbst (bewusste und unbewusste Teile, Licht- und Schattenaspekte usw.) zu erkennen und in Einklang zu bringen, um ein zusammenhängendes Ganzes zu bilden.

  • YGYL320 Nirvana (Erlöschen) | Nirvāṇa (निर्वाण)

    Nirvāṇa stellt das ultimative Auslöschen von Begierden, Ego und Leiden dar. Es ist der Zustand, in dem die Flammen von Gier und Unwissenheit gelöscht werden und ein tiefer Frieden und eine Freiheit jenseits der Dualität einkehren.

  • YGYL321 Licht-Selbst (Licht-Aspekt) | Prakāśa (प्रकाश)

    Prakāśa bedeutet auf Sanskrit „Licht“, „Glanz“ oder „Klarheit“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf den reinen Aspekt unseres wahren Selbst (Atman) oder Bewusstseins oder auf die positiven Eigenschaften, die wir besitzen (z. B. Liebe, Freude, Weisheit, Mut).

  • YGYL322 Selbsttransformation | Sva-pariṇāma (स्व-परिणाम)

    Sva-pariṇāma bedeutet auf Sanskrit „Selbst-Veränderung“ oder „Selbst-Transformation“. Im Yoga bezieht es sich auf den Prozess, durch den sich die eigenen Gedanken, Emotionen, Handlungen und das eigentliche Sein durch bewusste Praxis grundlegend in ein höheres, authentischeres Selbst verändern.

  • YGYL323 Ultimatives Ziel | Mokṣa (मोक्ष) / Kaivalya (कैवल्य)

    Mokṣa bedeutet „Befreiung“, „Freiheit“ oder „Emanzipation“. Kaivalya bedeutet auf Sanskrit „Alleinsein“, „absolute Freiheit“ oder „Unabhängigkeit“. In der Yoga-Philosophie bezieht es sich auf die höchste spirituelle Errungenschaft oder den Zweck, bei dem man vollständig vom Kreislauf des Leidens und der Unwissenheit befreit ist und das wahre Selbst (Atman) sich mit dem universellen Bewusstsein (Brahman) vereint.

  • YGYL324 Liebe (Zuneigung) | Prema (प्रेम)

    Liebe ist ein deutscher Begriff. Prema bedeutet auf Sanskrit „Liebe“ oder „Zuneigung“. Es bezieht sich auf eine tiefe Zuneigung, Hingabe, Verbindung und bedingungslose Bestätigung, die man gegenüber sich selbst, anderen und der universellen Existenz empfindet.

Besonderer Eintrag

Yoga | Yuj | युज्

Die Sanskrit-Verbalwurzel yuj bedeutet „binden, verbinden, integrieren.” Sie teilt ihren Ursprung mit dem deutschen Wort Joch und trägt das ursprüngliche Bild in sich, ein Pferd anzuschirren — getrennte Kräfte unter eine gemeinsame Führung zu bringen.
Yoga (योग) entstammt dieser Wurzel und steht als Quelle, aus der alle 324 Begriffe dieser Reihe hervorgehen.


ABOUT THE AUTHOR
Gaku MIURA: YOGINI STYLE Gründer / VAGYLURE Group CEO


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Band. 3 GEIST: Das Licht des Bewusstseins, der Kompass der Philosophie


Häufig gestellte Fragen

Ja. Jeder Begriff wird sorgfältig erklärt und ist für diejenigen zugänglich, die gerade erst mit Yoga begonnen haben. Es enthält jedoch auch tiefgreifende Einsichten, die für Lehrer und ernsthafte Praktizierende wertvoll sind.
Jeder Band ist unabhängig, aber das Lesen aller drei vervollständigt das Gesamtbild des Yoga. Sie können mit dem Bereich beginnen, der Sie am meisten interessiert (Körper, Energie oder Philosophie).
Wählen Sie Kindle, wenn Sie Portabilität und Durchsuchbarkeit priorisieren. Wählen Sie Taschenbuch, wenn Sie während des Unterrichts nachschlagen oder Notizen machen möchten.
Kein Problem. Alle Begriffe enthalten deutsche und englische Darstellungen, wobei Sanskrit (Devanagari-Schrift) als Referenz dient. Ausspracheanleitungen sind ebenfalls enthalten.
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