YOGINI STYLE LEXIKON
YGYL309Lexikon · 324 Begriffe

Bhagavad Gita (Der Gesang des Erhabenen)

Bhagavad Gita (The Song of the Lord)

Bhagavad Gītā

भगवद्गीता

Die Bhagavad Gītā, „Gesang des Erhabenen", ist ein Dialog von 700 Versen zwischen dem Krieger Arjuna und Kṛṣṇa, seinem Wagenlenker und dem Göttlichen, gesprochen am Vorabend der Schlacht.


Bedeutung des Begriffs

Die Bhagavad Gītā, „Gesang des Erhabenen", ist ein Dialog von 700 Versen zwischen dem Krieger Arjuna und Kṛṣṇa, seinem Wagenlenker und dem Göttlichen, gesprochen am Vorabend der Schlacht. In Verzweiflung und moralischer Krise empfängt Arjuna eine Lehre, die die Pfade des Handelns, der Hingabe und des Wissens zu einer einzigen lebendigen Vision des Yoga verwebt.

Hintergrund

Eingebettet in das Epos Mahābhārata, wurde die Gītā eine der drei grundlegenden Schriften des Vedānta und der beliebteste Text des yogischen Lebens. Ihr Schlachtfeld wird als das innere Feld jedes Menschen gelesen, wo das Selbst inmitten des Aufruhrs der Welt mit Weisheit handeln muss. — Teil des Mahābhārata, im Bhīṣma Parva.

Anwendung im Yoga-Kontext

Verse werden studiert (Svādhyāya) und rezitiert; die Lehren über Karma-, Bhakti- und Jñāna-Yoga sind ihr alle entnommen. Lehrende zitieren sie, um das Handeln ohne Anhaftung an die Ergebnisse (Niṣkāma Karma) und das Darbringen des eigenen Wirkens an das Göttliche zu erhellen. Sie dient als philosophischer Prüfstein über die Yoga-Traditionen hinweg.

Hinweise für Lehrende

Stellen Sie die Gītā als Synthese dar, nicht als einzelne Doktrin – sie ehrt jeden Pfad und begegnet jedem Suchenden dort, wo er steht. Betonen Sie ihre zentrale Lehre: von ganzem Herzen handeln, die Anhaftung an die Früchte loslassen und die Handlung selbst darbringen.