Mitfreude
Sympathetic Joy
Muditā
मुदिता
Mitfreude ist die Freude, die beim Glück oder Erfolg eines anderen aufsteigt, als wäre es das eigene.
Mitfreude ist die Freude, die beim Glück oder Erfolg eines anderen aufsteigt, als wäre es das eigene. Sie ist das Gegenteil von Neid und Vergleich — das Gute des anderen wird ohne Anstrengung zur eigenen Freude.
Sie ist eine der vier Haltungen aus Yoga-Sutra 1.33 — Freundlichkeit (Maitrī), Mitgefühl (Karuṇā), Mitfreude (Muditā) und Gleichmut (Upekṣā) —, die sich an die Glücklichen, die Leidenden, die Tugendhaften und die Untugendhaften richten. Muditā gilt den Tugendhaften und löst still den Neid auf, der den Geist trübt.
Geübt wird sie, indem der Vergleich, der beim Anblick des Fortschritts anderer aufkommt, unmittelbar in Freude gewendet wird. Im Unterricht ist schon das Klima, in dem sich alle über das Gelingen eines Einzelnen freuen, gelebte Mitfreude.
Vermitteln Sie, dass Mitfreude nicht erarbeitet wird, sondern von selbst erscheint, wenn der Vergleich nachlässt. Lassen Sie niemanden sich dafür verurteilen, „sich nicht freuen zu können“ — den Neid zu bemerken ist bereits der Eingang zur Praxis. Am stärksten lehrt, wer sich sichtbar über das Wachstum anderer Lehrender und Übender freut.
